Switch Reloaded Vol. 5Hier blei­ben selbst die eiserns­ten Pro­gramm­zeit­schrif­ten­le­ser hän­gen: „Switch Reloa­ded“, Erfolgs­for­mat wider die schlechte Tele­vi­sion. Das der aus­tra­li­schen Sen­dung „Fast For­ward“ abge­schaute Zap-​​Konzept war schon im ers­ten Anlauf genial, aber seit dem Neu­start im Jahr 2007 und den Zugän­gen Mar­tina Hill und Max Gier­mann sitzt jede Par­odie. Mit der fünf­ten Staf­fel (Tur­bine Medien/​Alive) kommt bei 15 Fol­gen bes­ter Fern­seh­un­ter­hal­tung auch ein neuer Spöt­ter ins Spiel.

Und die­ser Mar­tin Klemp­now führt sich mit sei­nem abgedreht-​​dauergeilen Film­kri­ti­ker Hans-​​Ulrich Pönack im „Sat.1-Frühstücksfernsehen“, Det vom „Grip“-Motormagazin und RTL-​​Formel-​​1-​​Reporter Kai Ebel gleich gut ins Ensem­ble ein. Drum­herum las­sen die Micha­els Mül­ler und Kess­ler, Susanne Pät­zold, Bern­hard Hoë­cker, Peter Nott­meier, Petra Nadolny, Hill und Gier­mann keine jüngst aus­ge­strahlte Steil­vor­lage aus.

Daniela Kat­zen­ber­ger quas­selt Gün­ther Jauch bei „Stern TV“ die Ohren ab, Kat­rin Müller-​​Hohenstein und Oli­ver Kahn ana­ly­sie­ren anstelle des Grot­ten­kicks lie­ber den popeln­den Jogi Löw im blauen WM-​​Kaschmir-​​Glückspulli, bei Die­ter „mega­geil“ Boh­lens „Super­ta­lent“ trifft der Kan­di­dat ins Schwarze, „Bauer sucht Frau“, Heidi Klums Catwalk-​​Trainer Jorge Gon­za­les „Germany’s Next Top­mo­del“, Restau­rant­tes­ter Rach die unmög­lichs­ten nicht lau­fen­den Lokale, Ulrich Meyer in sei­ner „Akte 20.10“ die rich­tige Kamera und Ina Mül­ler lacht noch lau­ter, weil sie in Hugo Egon Bal­der end­lich den pas­sen­den Sauf­kum­pan gefun­den hat.

Char­lie Sheen darf noch bei „Two And A Half Men“ mit­ma­chen, Nazan Eckes ver­kas­pert sich mit Daniel Hart­wich bei „Let’s Dance“, wäh­rend Ste­fan Raabs Lena ver­sucht, ihre Hüf­ten zu „Satel­lite“ krei­sen zu las­sen. Kai Pflaume führt zusam­men, was nicht zusam­men­ge­hört und Rein­hold Beck­mann will ins freie Männer-​​WG-​​Zimmer von Götz Als­mann und Chris­tine Wes­ter­mann einziehen.

Mit den immer­fle­xi­blen „Ba(i)se“-Spots bekommt auch die Wer­bung den Xylophon-​​Klöppel zu spü­ren, selbst der via Youtube bekannt gewor­dene „DJ der guten Laune“ wird noch lus­ti­ger und die „Twilight“-Kinosaga bis­si­ger. Dazu gibt’s den gro­ßen Jah­res­rück­blick 2010 mit Lanz vs. Ker­ner und das glas­klare Bekennt­nis: Ich glotz TV!