2. Juni 2011

13

13Der Geor­gier Géla Bab­luani hatte Glück beim Rus­sisch Rou­lette. „13 – Tza­meti“ heißt sein mitt­ler­weile auf zig Fes­ti­vals aus­ge­zeich­ne­tes Debüt aus dem Jahr 2005 über einen men­schen­ver­ach­ten­den Spiel­club. Für Hol­ly­wood durfte er den Film Noir mit pro­mi­nen­tem Cast von neuem abdrehen.

Gleich zu Beginn ver­deut­licht der Regis­seur, dass sich die Ereig­nisse der kom­men­den 87 Minu­ten noch zuspit­zen: Zwei Män­ner rich­ten ent­schlos­sen den Waf­fen­lauf auf die Stirn des Gegen­über. Als der Schuss fällt, ist der Bild­schirm bereits dun­kel. Dann springt die Erzäh­lung vier Tage zurück; der in Geld­sor­gen ste­ckende Elek­tri­ker Vince Ferro (Sam Riley) hört beim Ver­ka­beln von einem Umschlag, des­sen Inhalt angeb­lich sehr reich machen kann. Dann setzt sich der Haus­herr unver­se­hens eine Über­do­sis und Vince ergreift Chance und Brief.

Des­sen Anwei­sun­gen füh­ren ihn auf ein absei­ti­ges Anwe­sen und der Ansa­ger (Michael Shan­non) deckt auf, was hier gespielt wird: „Waffe über den Kopf! Trom­mel rotie­ren las­sen! Stopp! Zie­len! Hahn span­nen! Und die Augen auf die Lampe rich­ten…“ Vince alias Num­mer 13 ist Kan­di­dat eines Russisch-​​Roulette-​​Turniers, bei dem schwer­rei­che Exzen­tri­ker (Jason Stat­ham und Cur­tis „50 Cent“ Jack­son) auf Leben und Tod der ver­zwei­fel­ten Teil­neh­mer (Ray Wins­tone und Mickey Rourke) wetten.

Die sinn­bild­li­che Auf­sto­ckung des Preis­gelds von 850.000 Euro auf 1.850.000 Dol­lar ist noch eine der weni­gen Varia­tio­nen; ansons­ten bleibt Bab­lua­nis Zweit­werk „13“ (Con­stan­tin Film) ein nahezu exak­tes Farb-​​Remake der Vor­lage samt all sei­ner Stär­ken und Schwä­chen, die im Hel­len natur­ge­mäß noch ein wenig stär­ker zutage tre­ten. Doch auch, wenn es der Regis­seur ver­passt, sei­ner Dra­ma­tur­gie den letz­ten Schliff zu ver­pas­sen, birgt allein der per­fide Plot des Thril­lers die Aus­sicht auf eine äußerst span­nungs­ge­la­dene Partie!