14. Juli 2011

Die Superbullen

Die SuperbullenDas Köln-​​Kalk-​​Verbot ist auf­ge­ho­ben. 14 Jahre nach der „Voll normaaal“-Fortsetzung „Bal­ler­mann 6“ ist die „Tri­lo­gie des Grau­ens“, wie der gestor­bene Bernd Eichin­ger seine letzte Pro­duk­tion ver­or­tet hat, voll­stän­dig. Debi­ler Dackel­blick und blaue Pudel­mütze genü­gen seit 1994 als Per­so­nen­be­schrei­bung, um zu wis­sen, mit wel­chen bei­den Chaoten-​​Proleten man es hier zu tun bekommt: Tom­mie Krause und Mario Bar­tolo alias Tom Ger­hardt und sein zum Ita­lie­ner umfunk­tio­nier­ter tür­ki­scher Side­kick Hilmi „Porca Mise­ria“ Sözer, Lieb­ha­ber von Bier und Busen­wun­dern, ver­feh­len sich dies­mal als „Die Super­bul­len“ (Con­stan­tin Film).

Wie es die bei­den Sauf­kum­pane eigent­lich mit Emp­feh­lung in den Staats­dienst geschafft haben, wird erst am Schluss auf­ge­löst. Ihre Moti­va­tion ist der­weil von Anfang an klar: trin­ken bis weit über die selbst bemes­sene Poli­zei­stunde hin­aus und beim Fuß­ball­schauen in der ers­ten Reihe ste­hen. Das Duo tobt sich so kräf­tig bei der „Lebens­mit­tel­kon­trolle“ eines Ramsdorfer-​​Kölsch-​​Transporters und dem anschlie­ßen­den Aus­spre­chen einer „münd­li­chen Ver­war­nung“ aus, dass es zur Fahr­rad­staf­fel straf­ver­setzt wird.

Sehr zur Scha­den­freude des Kol­le­gen (Axel Stein), dem die Köln-​​Kalk-​​Cops mit einem Tas­ma­ni­schen Beu­tel­teu­fel zuset­zen; auch Luden­aus­puff­rohre und Schoß­hünd­chen leben wie­der unsi­cher. Als das FC-​​Maskottchen Geiß­bock Hen­nes ver­schwin­det, ist für Tom­mie und Mario klar, dass sie dafür das Ober­haupt des nächs­ten Geg­ners auf die Hör­ner neh­men müs­sen: den Kaiser.

Becken­bau­ers Auf­tritt besorgt Imi­ta­tor Matze Knop, mit Katja Flint, Wrest­ler Eddy „The Big Ger­man“ Stein­block, Lean­der Hauß­mann und Vol­ker Zack las­sen sich wei­tere bekannte Gesich­ter sehen. Regie beim anar­chi­schen, viel­fach auf die Ver­gan­gen­heit anspie­len­den Bra­chi­al­spaß führt wie im Vor­gän­ger Ger­not Roll. Und wer des­sen Eimer­sauf­or­gie kater­frei über­stan­den hat, dem wird auch das neu­auf­ge­legte Gefurze und Gekotze alles andere als sauer auf­sto­ßen. Oder um die legen­däre Stewardessen-​​Szene auf dem Flug nach Malle zu zitie­ren: „Fin­den Sie es komisch?“ „Jaaaaaaaaa!“