Planet der Affen - PrevolutionEs ist eine der zynischs­ten Poin­ten der Film­ge­schichte, als der von Charl­ton Hes­ton gespielte Astro­naut Tay­lor beim Anblick der Frei­heits­sta­tue begreift, dass sich die Mensch­heit in der letz­ten Kon­se­quenz des ato­ma­ren Wett­ei­ferns selbst geschla­gen hat und es kein Ent­kom­men vom „Pla­net der Affen“ gibt. „Pre­vo­lu­tion“, sechs­ter Teil der Ver­fil­mung von Pierre Boulles Zivi­li­sa­ti­ons­sa­tire, setzt nicht nur vorne an, son­dern anstelle von Mas­ken (fast) ganz auf den com­pu­ter­ge­ne­rier­ten Primaten.

Gollum-​​Darsteller Andy Ser­kis ist die Capture-​​Vorlage für Cae­sar, ein­zi­ger Versuchs-​​Schimpanse, den der Wis­sen­schaft­ler Will Rod­man (James Franco) ret­ten kann. Ange­trie­ben von sei­nem demen­ten Vater (John Lith­gow) ist er auf der Suche nach einem Heil­mit­tel gegen Alz­hei­mer. Doch die For­schun­gen mit dem schlimme Neben­wir­kun­gen ver­ur­sa­chen­den Prä­pa­rat wer­den abge­bro­chen, die übri­gen Affen ein­ge­schlä­fert. Dann stellt Will fest, dass sein neues Zieh­kind unglaub­li­che Intel­li­genz ent­wi­ckelt. Auf rich­ter­li­che Anord­nung in der Tier­sta­tion unter­ge­bracht, lernt Cae­sar die dunkle Seite der mensch­li­chen Natur ken­nen. Und zet­telt den Auf­stand an.

Auch wenn er mit dem Sohn der Ur-​​Affen Zira und Cor­ne­lius den Revo­luz­zer des vier­ten Teils her­bei­zi­tiert, lässt der regie­füh­rende Brite Rupert Wyatt die Sequels „Rück­kehr zum…“, „Flucht vom…“, „Erobe­rung vom…“ und „Die Schlacht um den Pla­net der Affen“ außen vor und lei­tet lie­ber zeit­ge­mäß mit einer Vire­ne­pi­de­mie auf Fran­klin J. Schaff­ners 68er Ver­fil­mung und deren viel zu schlecht beleu­mun­de­tes Remake von Tim Bur­ton hin. Weil dabei nicht nur der CGI-​​Hauptakteur, son­dern auch Wyatts Drama die kom­plette emo­tio­nale Band­breite abdeckt, erhebt sich das Pre­quel „Rise Of The Pla­net Of The Apes“ zum domi­nan­tes­ten Nach­kom­men der Primatenparabel.