17. November 2011

Arthur Weihnachtsmann

Arthur WeihnachtsmannIn der eins­ti­gen Knet­film­schmiede ist längst nicht mehr alles Hand­ar­beit. Schon ihre 2006er Pro­duk­tion „Flutsch und weg“ form­ten die Macher der Stopmotion-​​Filme „Chi­cken Run“ und „Wal­lace & Gro­mit“ lie­ber aus Giga­bytes. Bei ihrem neuen Werk „Arthur Weih­nachts­mann“ arbei­tet Aard­man anstelle von Dream­works nun erst­mals mit Sony Pic­tures Ani­ma­tion zusammen.

Der gutmütig-​​tollpatschige Jüngste des kurz vor der Pen­sio­nie­rung ste­hen­den Weih­nachts­manns gibt im tech­no­kra­tisch geführ­ten Fami­li­en­un­ter­neh­men der Knoll­na­si­gen den letz­ten Anbe­ter des Fests der Liebe. Sein Bru­der Steve, der dem­nächst die Zügel in die Hand neh­men soll, ist dage­gen ein mit küh­lem Ver­stand kal­ku­lie­ren­der Logis­ti­ker, der Tarn­kap­pen­raum­schiff und mili­tä­ri­schen Drill unter den Elfen am Nord­pol ein­ge­führt hat, um die Mil­li­ar­den Kin­der der Welt pünkt­lich mit Pake­ten zu beliefern.

Doch als ein klei­nes Mäd­chen in Eng­land ver­se­hent­lich kein Geschenk bekommt, schert es allein Arthur. Gemein­sam mit sei­nem noch durch den Kamin stei­gen­den Opa Weih­nachts­mann und der Irokesen-​​Verpackungselfe Bry­ony macht er sich im klas­si­schen Ren­tier­schlit­ten auf den Weg, auch die­ses letzte Prä­sent zu überbringen.

Aus der sim­plen Prä­misse, wie Santa Claus in einer Nacht über­all zugleich sein kann, zieht Regis­seu­rin Sarah Smith eine 98-​​minütige Spaß­ver­an­stal­tung, von der die ganze Fami­lie etwas hat. Im Gegen­satz zum Ori­gi­nal kommt die deut­sche Fas­sung als ers­ter Big-​​Budget-​​Animationsfilm seit lan­gem bei der Syn­chro­ni­sa­tion auch ohne Name-​​Dropping bes­tens klar; wegen der flott insze­nier­ten Action, vie­ler fin­di­ger Ideen, effekt­voll ein­ge­setz­tem 3D und einem anar­chi­schen Humor­ver­ständ­nis, das gerade auch für Weih­nachts­muf­fel wie gemacht ist!