Olli Schulz - „SOS - Save Olli Schulz“Sein halb­au­to­bio­gra­fi­sches Buch „Hor­se­world – Rock’n’Roll ver­zeiht dir nichts“ lässt immer noch auf sich war­ten. Aber der Real­ro­man­ti­ker hat auch so auf der Bühne genü­gend Geschich­ten zu erzäh­len. Zum Bei­spiel, was er letzte Woche bei „Neo Para­dise“ in sei­ner Rubrik „Ero­tik aus Deutsch­land“ getrie­ben hat. Und dann macht Show­man Olli Schulz ja auch noch Musik.

Seine zweite Solo­platte „SOS – Save Olli Schulz“ (Tro­ca­dero/​Indigo) klingt etwas zurück­ge­nom­me­ner als der über­pro­du­zierte Vor­gän­ger „Es brennt so schön“ und erin­nert mit sei­nem wun­der­bar wah­ren Opener „Wenn es gut ist“, mit­ge­schnit­te­nen Spontan­la­chern, der Fuß­ball­hymne „Spie­ler­frau“, Autotune-​​Spielereien („Ich kenn‘ da ein“) und ande­ren klei­nen Albern­hei­ten wie­der mehr an die alten Zei­ten mit Ex-​​Partner Max Schrö­der alias der Hund Marie.

Dabei ist der zwi­schen Irr– („Halt die Fresse krieg’n Kind“) und Trüb­sinn („Koks & Nut­ten“) chan­gie­rende Song­wri­ter ein­mal mehr dann am aller­bes­ten, wenn er den trau­ri­gen Clown mimt.