Wickie auf großer FahrtAls Michael „Bully“ Her­big für die von 1972 bis ’74 pro­du­zierte Zei­chen­trick­se­rie „Wickie und die star­ken Män­ner“ die Lein­wand hisste, gin­gen fast sechs Mil­lio­nen Zuschauer an Bord. Zur Fort­set­zung hat er dem kin­der­fil­mer­prob­ten „Vorstadtkrokodile“-Macher Chris­tian Dit­ter das Regie­ru­der über­ge­ben und der schickt den Nasen­streich­ler „Auf große Fahrt“ (Con­stan­tin Film).

Jonas Häm­merle schlüpft deut­lich erwach­se­ner gewor­den wie­der in die Rolle des ver­kann­ten Soh­nes von Haud­rauf Hal­var (Wal­de­mar Kobus). Als der Schreck­li­che Sven (Gün­ther Kauf­mann) den Häupt­ling des Dor­fes Flake ent­führt, bekommt Klein-​​Wickie eine wei­tere Gele­gen­heit, sich zu bewei­sen: Das stell­ver­tre­tende Stam­mes­ober­haupt nimmt mit den star­ken Män­nern Tjure (Nic Romm), Snorre (Chris­tian A. Koch), Urobe (Olaf Krätke), Gorm (Mike Maas), Ulme (Patrick Rei­chel) und Faxe (Jörg Mou­kad­dam) Kurs aufs Kap der Angst und lässt sich bei der Suche nach dem sagen­um­wo­be­nen Schatz der Göt­ter von Wikin­ger­mä­del Svenja (Vale­ria Eisen­bart) auf die Hör­ner nehmen.

War Bul­lys Erst­ling für seine Ver­hält­nisse schon ver­gleichs­weise harm­los, kor­ri­giert Dit­ter den Zick­zack­kurs zwi­schen Hom­mage und Par­odie. Aufs Stell­dich­ein deut­scher Pro­mi­nenz wurde mit Aus­nahme von Chris­toph Maria Herbsts Hand­lan­ger­part und Model Eva Pad­berg als Amazonen-​​Anführerin verzichtet.

Das BH-​​Segel, der von Nena und den K-​​Rings Bro­thers frisch ein­ge­spielte Titel­song „Hey hey Wickie“ und ein Show­down, mit dem sich der Regis­seur und Autor als Fan von „Indiana Jones und der letzte Kreuz­zug“ outet, deu­ten aller­dings dar­auf hin, dass seine „Große Fahrt“ nicht aus­schließ­lich aben­teu­er­lus­tige Kids anpeilt.