American Pie: Das KlassentreffenIhr ers­tes Mal ist mitt­ler­weile 13 Jahre her. 1999 hat uns Jason Biggs locker aus der Hüfte vor Augen geführt, wie gefühls­echt war­mer Apfel­ku­chen sein kann. Durch den Unschuld­s­pakt von Paul Weitz im Film­kult ver­eint, hat sich die kom­plette „Ame­ri­can Pie“-Highschool-Crew zu einem vor­aus­sicht­lich aller­letz­ten „Klas­sen­tref­fen“ auf­ge­rafft.

Eigent­lich schien die Geschichte nach der College-​​Ferien-​​Fortsetzung mit „Jetzt wird gehei­ra­tet“ zu Ende erzählt. Doch nach Traum­hoch­zeit und Fami­li­en­glück sind Jim (Biggs) und seine Feri­en­la­ger­flö­tis­tin Michelle (Aly­son Han­ni­gan) sexu­ell so frus­triert, dass selbst die gute alte Ten­nis­so­cke wie­der her­hal­ten muss. Ablen­kung ver­spricht das Jahr­gangs­tref­fen in der Hei­mat East Great Falls und alle sind sie am Start: die mitt­ler­weile getrenn­ten Oz (Chris Klein) und Hea­ther (Mena Suvari), Kevin (Tho­mas Ian Nicho­las) und Ex-​​Freundin Vicky (Tara Reid), der ver­meint­li­che Lebe­mann Finch (Eddie Kaye Tho­mas) und das ewige Kind Stif­ler (Seann Wil­liam Scott) bis hin zu Aus­tausch­schü­le­rin Nadia (Shan­non Eliza­beth), Freun­din Jes­sica (Nata­sha Lyonne), dem Sher­mi­na­tor (Chris Owen) und den MILF-​​Guys (John Cho und Jus­tin Isfeld), Stif­lers Mom (Jen­ni­fer Coo­lidge) und natür­lich Jims Dad (Eugene Levy), der dies­mal selbst väter­li­che Rat­schläge benö­tigt, wäh­rend sich sein Soh­ne­mann der Über­griffe von Baby­sit­ter­kind Kara (Ali Cobrin) erweh­ren muss.

Mit sei­nem „Ver­rückt nach Mary“ hin­ter­he­rei­fern­den Humor hat „Ame­ri­can Pie“ ein Revi­val der ver­sau­ten Tee­nie­ko­mö­die im „Eis am Stiel“-Muster los­ge­tre­ten; und auch das aktu­elle Regie­ge­spann Jon Hur­witz und Hay­den Schloss­berg behält für den trieb­ge­steu­er­ten Trip in die Ver­gan­gen­heit das Niveau unter der Gür­tel­li­nie bei. Die Hand­lung ist bloße Bühne des nost­al­gi­schen Schau­lau­fens – aber immer noch gut genug, um der Reihe über die Klasse von 1999 mit Stif­meis­ters spä­ter Rache am Heim­schei­ßer einen uner­war­te­ten fina­len Höhe­punkt zu bescheren.