24. Mai 2012

Die Muppets

Die MuppetsDer finale Vor­hang fiel für Jim Hen­sons Hand­pup­pen nicht erst mit dem bis dato letz­ten Film­auf­tritt „Mup­pets aus dem All“. Daher war die Skep­sis begrün­det, als Regis­seur James Bobin zwölf Jahre spä­ter die Stars der zwi­schen 1976 und ’81 pro­du­zier­ten Fern­seh­show um Ker­mit, Miss Piggy, Foz­zie Bär, Gonzo, Tier, Stat­ler, Wal­dorf & Co. aus der Ver­sen­kung auf die große Kino­bühne zurückhievte.

Und die berei­tet ihnen „Muppet“-Fan Wal­ter, der die Aus­flugs­pläne sei­nes unglei­chen Bru­ders Gary (Jason Segel) gehö­rig durch­ein­an­der­bringt, nach­dem die­ser ihn als drit­tes Rad am Wagen nach Los Ange­les nimmt, wo er den Jah­res­tag mit Freun­din Mary (Amy Adams) ver­brin­gen möchte.

Bei einem Besuch der mitt­ler­weile voll­kom­men ver­fal­le­nen Mup­pet Stu­dios bekommt Wal­ter Wind davon, dass der Ölma­gnat Tex Rich­man (Chris Cooper) das Thea­ter unter einem gut­her­zi­gen Vor­wand erwor­ben hat, in Wahr­heit aber die Vor­kom­men unter dem Gelände abpum­pen will. Also sam­meln sie die in alle Welt ver­sprengte Varie­té­truppe ein, um mit einer Zusatz­vor­stel­lung die für den Rück­kauf nöti­gen zehn Mil­lio­nen Dol­lar zusammenzubekommen.

Für das Unter­fan­gen „Die Mup­pets“ (Walt Dis­ney Stu­dios Home Enter­tain­ment) gibt ihnen Bobin ein paar melan­cho­li­sche Momente, jede Menge Selbst­iro­nie und augen­zwin­kernde Cameos (wie der unfrei­wil­lige Pro­mi­gast Jack Black, Spen­den­hel­fe­rin Who­opi Gold­berg oder Teenie-​​Sternchen Selena Gomez) auf den Weg, wäh­rend er bei einer Hand­voll aus­ge­feil­ter Musical-​​Einlagen mit der anar­chi­schen Verve von einst die Filz­pup­pen tan­zen lässt. Nach die­ser zeit­ge­mä­ßen Ver­nei­gung dür­fen sich die Comeback-​​Rampensäue eines wie­der ganz gewiss sein: Applaus, Applaus, Applaus!