24. Mai 2012

Men In Black 3

Men In Black 3Zum erin­ne­rungs­lö­schen­den Neu­ra­li­sa­tor hätte bei der ver­stock­ten „MIB“-Fortsetzung sicher man­cher gerne gegrif­fen. Aber als Regis­seur Barry Son­nen­feld seine Extraterrestriellen-​​Aufpasser mit Maß­an­zug und Son­nen­brille in der aber­wit­zi­gen Malibu-​​Comic-​​Verfilmung 1997 erst­mals den Abschaum des Uni­ver­sums jagen ließ, klin­gel­ten die Kino­kas­sen. Jetzt blitz­dingsen die Vor­zei­ge­beam­ten der außer­ir­di­sche Akti­vi­tä­ten über­wa­chen­den Ein­wan­de­rungs­be­hörde zu dritt.

Nach der in die Haut eines Far­mers geschlüpf­ten Schabe und dem als Unter­wä­sche­mo­del getarn­ten Kyloth Ser­leena büchst dies­mal der letzte lebende Boglo­dit, Boris, die Bes­tie (Jemaine Cle­ment), aus sei­nem Hoch­si­cher­heits­mond­ge­fäng­nis aus, reist in die Ver­gan­gen­heit, rächt sich an Agent K (Tommy Lee Jones), der ihn anno 1969 ein­ge­buch­tet hat, und lei­tet damit zugleich die Inva­sion sei­ner Art­ge­nos­sen ein. Der Zeit­sprung bleibt nicht ohne Aus­wir­kun­gen auf die Gegen­wart, wo der laxe J (Will Smith) mit einem Mal ohne lako­ni­sche Hälfte dasteht. Um Part­ner und Pla­net zu ret­ten, muss er not­ge­drun­gen hin­ter­her­hech­ten und an der Seite des jun­gen K (Josh Bro­lin) den Lauf der Dinge wie­der in die ursprüng­li­che Umlauf­bahn lenken.

Im Kon­trast aus futu­ris­ti­schem Design und Retro-​​Look outet Son­nen­feld nun also auch Andy War­hol, kom­men­tiert neben­bei die Ras­sen­dis­kri­mi­nie­rung der 60er Jahre und weil dem „Who Let The Dogs Out“ bel­len­den Remoolianer-​​Mops Frank nur ein Schwei­ge­mo­ment zuge­stan­den wird, kann sich die eigent­li­che Story wie­der auf das kon­zen­trie­ren, was den ers­ten Teil abge­se­hen von der frea­ki­gen Alien-​​Armada aus Rick Bak­ers Ani­matro­nik­schmiede unter­halt­sam gemacht hat: die sich stän­dig kab­beln­den Kol­le­gen. Auch wenn’s nur in der Anfangs­phase so sprit­zig ist, wie’s mal war – diese bei­den Alt­ge­dien­ten machen immer noch alles andere als Dienst nach Vorschrift!