Fire On Dawson – „7 Billion And A Nameless Somebody“Mit vor­her­seh­ba­ren Song-​​Strukturen ist beim Karls­ru­her Progressive-​​Rock-​​Vierer Fire On Daw­son eher nicht zu rech­nen. Schon das 2010er Debüt „Pro­gna­tive“ wusste gekonnt mit kom­ple­xen Takt­ras­tern, Rhyth­mus– und Stim­mungs­wech­seln zu spie­len; der Nach­fol­ger „7 Bil­lion And A Name­l­ess Some­body“ (Degres­sive Records) hält des­sen düster-​​melancholische Atmo­sphäre bei, die in den locker auch mal sie­ben­mi­nü­ti­gen Tracks nach oben wie nach unten aus­schla­gen kann.

Auf wütende Gitar­ren­at­ta­cken fol­gen bedäch­tige Pas­sa­gen, Ankur Batra ver­steht mit sei­nem bis zum Growl (Anspiel­tipp: „God Of The Lost“) aus­ar­ten­den Gesang bei­des zu akzen­tu­ie­ren. Und weil frü­her oder spä­ter die melo­di­sche Hook ein­setzt, hal­ten Fire On Daw­son den Hörer pro­blem­los bei der Stange.