Ice Age 4 – Voll verschobenEine Eichel­hatz bewegt seit zehn Jah­ren die Kino­welt: Nach Eiszeit-​​, Tau­wet­ter– und Dino-​​Alarm ver­setzt die palä­on­to­lo­gisch nicht ver­bürgte Eich­hörn­chen­ratte mit dem unge­zü­gel­ten Appe­tit auf Nuss den Erd­kern in Umschwung und löst dadurch eine Ver­schie­bung der Kon­ti­nen­tal­plat­ten aus, die im Anschluss an den „Simpsons“-Vorfilm „Der längste Kita-​​Tag“ auch die prä­his­to­ri­sche Patchwork-​​Herde auseinanderreißt.

Wäh­rend Mam­mut Manni zusam­men mit Faul­tier Sid (wei­ter­hin gespro­chen von Otto Waal­kes), des­sen ver­sto­ße­ner Oma und Säbe­zahn­ti­ger Diego auf einer Eis­scholle davon­ge­spült wird, walzt ein Gebirgs­mas­siv auf seine an Land zurück­ge­blie­bene Ellie und Teen-​​Tochter Pea­ches zu. Da kreuzt der fiese Cap­tain Utan und seine Piraten-​​Crew um die kesse Frei­beu­te­rin Shira den Weg der Heimfahrer.

Diese bei­den neuen Cha­rak­tere haben Steve Mar­tino und der bei Teil drei als Co-​​Regisseur debü­tie­rende Michael Thur­meier noch am detail­lier­tes­ten aus dem Eis­block gehauen; zu viele andere Figu­ren (etwa die Ewoks-​​artige Hörn­chen­bri­gade oder Maul­wurf­si­gel Louis aus dem Neben­hand­lungs­strang) blei­ben pro­fil­lose Staf­fage. Zwi­schen erhei­tern­den Ein­spie­lern mit Plat­ten­tek­to­ni­ker Scrat, dem die 3D-​​Animatoren der Blue Sky Stu­dios wie­der keine Ent­täu­schung erspa­ren, und net­ten Ein­fäl­len (wie dem aus einem Eis­berg her­aus­ge­bro­che­nen See­räu­ber­schiff oder der nahe­lie­gen­den Anspie­lung auf Homers „Odys­see“) beschwö­ren sie man­tra­haft die Fami­li­en­werte und stel­len somit sicher, dass die Reihe mit „Voll ver­scho­ben“ nicht von ihrem Erfolgs­kurs abdriftet.