14. Februar 2013

Findet Nemo 3D

Findet Nemo 3DMit sei­nem ver­schol­le­nen Clown­fisch ist Pixar der Kon­kur­renz davon­ge­schwom­men. Jetzt kehrt der „Oscar“-prämierte „Beste Ani­ma­ti­ons­film“ des Jah­res 2003 auf die Kino­lein­wand zurück. Und dies­mal sind die Untie­fen dreidimensional.

Im Great Bar­rier Reef vor der aus­tra­li­schen Küste hat Mar­lin (gespro­chen von Chris­tian Tramitz) nach einem Raub­fi­schüber­fall Frau Cora und sämt­li­che Kin­der ver­lo­ren — bis auf Nemo. Seit­her ist er neu­ro­tisch für­sorg­lich und lässt ihn kaum mehr vor die hei­mi­sche See­ane­mone. Am Tag der Ein­schu­lung zieht der Über­mut den gehan­di­cap­ten Nemo ins offene Meer; prompt wird er von einem Tau­cher gekescht.

Bis sich Vater und Sohn wie­der in den Flos­sen lie­gen, muss Mar­lin mit Hilfe der unter Kurz­zeit­ge­dächt­nis­schwund lei­den­den Paletten-​​Doktorfisch-​​Dame Dorie (Anke Engelke) und Schild­kröte Crush am Vegetarier-​​Hai Bruce, sei­nen bei­den Kom­mis Ham­mer (John Fried­mann) und Hart (Flo­rian Sim­beck), Qual­len, Blau­wa­len und Peli­ka­nen vor­bei das Aqua­rium jener Syd­neyer Zahn­arzt­pra­xis aus­fin­dig machen, in dem Nemo mit Half­ter­fisch Khan bereits Flucht­pläne schmie­det — will er nicht als Geschenk für die fischmor­dende Den­tis­ten­nichte Darla enden.

Von sei­ner dama­li­gen Höchst­marke in Sachen Com­pu­ter­ani­ma­tion pro­fi­tiert „Fin­det Nemo“ noch heute: Das Set­ting mit den schon in 2D ech­tes Unterwasser-​​Feeling ver­mit­teln­den Schwe­be­teil­chen, Trü­bun­gen, Licht­bre­chun­gen, Spie­ge­lun­gen und Strö­mun­gen prä­des­ti­niert Pixars fünf­ten abend­fül­len­den Spiel­film gera­dezu für die dritte Dimen­sion. Die­ses beein­dru­ckende Upgrade dürfte genü­gen, um And­rew Stan­tons berührend-​​humorvoller Trick­ge­schichte mit sei­ner fei­nen Figu­ren­zeich­nung eine hand­feste Zusatz­ein­name in den ohne­hin gut gefüll­ten 868-​​Millionen-​​Dollar-​​Einspieltopf zu spülen.