Paris-ManhattanDie roman­ti­sche Pro­blem­ko­mö­die von Regie­de­bü­tan­tin Sophie Lell­ou­che ist eine zwei­fa­che Ménage-​​à-​​trois. Auch des­halb, weil sie den weib­li­chen Haupt­cha­rak­ter in sämt­li­chen Lebens­la­gen Zwie­spra­che mit ihrer bei­der Idol Woody Allen hal­ten lässt.

Die Pari­ser Apo­the­ke­rin Alice Ovitz (Alice Taglioni), Mitte 30, Sin­gle, flüch­tet sich am liebs­ten in die Filme des „Stadt­neu­ro­ti­kers“ und gibt Kum­mer­kun­den schon mal rezept­frei „Man­hat­tan Mur­der Mys­tery“, „Bul­lets Over Broad­way“, „Woody, der Unglücks­rabe“ oder „Was Sie schon immer über Sex wis­sen woll­ten, aber bis­her nicht zu fra­gen wag­ten“ mit.

Von den Visi­ten­kar­ten­kup­pel­ver­su­chen ihres Vaters Isaac (Michel Aumont) wenig ange­tan, lernt Alice gleich zwei Män­ner auf ein­mal ken­nen: Vin­cent (Yan­nick Sou­lier) und Vic­tor (Patrick Bruel). Der eine welt­ge­wandt, ver­füh­re­risch und künst­le­risch ganz auf Alice’ Wel­len­länge; der andere ein zyni­scher, athe­is­ti­scher Alarm­an­la­gen­kon­struk­teur ohne jeg­li­che amou­röse Ader. Wer der Rich­tige ist, dürfte rasch klar sein — macht aber nichts.

Denn Lell­ou­che hat mehr gedreht als ein retro­spek­ti­ves Groß­zi­tat. Es ist eine her­zige, luftig-​​leichte Hom­mage an ihren horn­be­brill­ten Lieb­lings­re­gis­seur aus New York gewor­den, der sich zwi­schen den poin­tier­ten Dia­lo­gen sogar für einen augen­zwin­kern­den Gast­auf­tritt bereit erklärt hat und „Paris-​​Manhattan“ (Sena­tor Home Enter­tain­ment)  damit end­gül­tig zum wir­kungs­vol­len Stim­mungs­auf­hel­ler verhilft.