4. April 2013

Ralph reichts

Ralph reichtsIn die­sem Disney-​​Animationsabenteuer ist der Spaß pro­gram­miert! Mit „Ralph reichts“ (Walt Dis­ney Stu­dios Home Enter­tain­ment) unter­nimmt Rich Moore, der als Regis­seur etli­che Epi­so­den „Sim­psons“ und „Futur­ama“ ver­ant­wor­tet hat, eine nost­al­gi­sche Reise durch die Arcade-​​Welt — und zwar aus Sicht der Videospielfiguren.

Der stark an „Don­key Kong“ erin­nernde Randale-​​Ralph (gespro­chen von Chris­tian Ulmen) haut seit 30 Jah­ren auf den Putz: Seine über­di­men­sio­nier­ten Fäuste demo­lie­ren im Spiel­hal­len­klas­si­ker „Fix-​​It Felix Jr.“ ein Hoch­haus – und der namens­ge­bende Hand­wer­ker repa­riert die Schä­den umge­hend mit dem gol­de­nen Zau­ber­ham­mer. Wenn er’s wie­der hin­ge­kriegt hat, bekommt Felix eine Medaille von den Bewoh­nern; Ralph macht den Abflug vom Dach.

Nach einem Tref­fen der Anony­men Böse­wichte mit „Pac-Man“-Geist Clyde, M. Bison und Zan­gief aus „Street Figh­ter“, „Mor­tal Kombat“-Kano, Neff aus „Alte­red Beast“ und den Erz­fein­den von Sonic The Hedge­hog und Super Mario, Dr. Robot­nik aka Dr. Egg­man und Bow­ser, ver­lässt der sinn­kri­selnde Hüne sein Game, um im Ego-​​Shooter „Hero’s Duty“ den Hel­den zu spie­len. Damit bringt Ralph nicht nur den zucker­sü­ßen „Mario Kart“-Verschnitt „Sugar Rush“ in Gefahr. Denn ohne sei­nen Haus­frie­den­stö­rer wird dem irre­pa­ra­blen „Fix-​​It Felix Jr.“ der Ste­cker gezogen.

Für alle Zocker, die mit C64, Amiga 500, Atari ST und den Kon­so­len der 90er groß gewor­den sind, gibt’s mas­sig Quer­ver­weise auf die Video­spiel­his­to­rie von „Pong“ über „Space Inva­ders“ bis „Aste­ro­ids“ und dazu noch manch lau­nema­chen­des Wie­der­se­hen mit Kult­cha­rak­te­ren wie Q-​​Bert oder dem blauen Sega-​​Igel; Nin­ten­dos Klemp­ner lässt lei­der nur von sich hören. Aber selbst wer das pixe­lige Retro-​​Kribbeln nicht spü­ren kann, würde dank Dia­log­witz, Situa­ti­ons­ko­mik und einem hohen emo­tio­na­len Level bei „Wreck-​​It Ralph“ Coin um Coin nachwerfen!