Sammys Abenteuer 2Seit Anfang April ist die Katze aus dem Sack – der Clown­fisch was­sert erneut: 2015 heißt es „Fin­ding Dory“! Da hat Nemos gepan­zer­ter Schwipp­sch­wa­ger Sammy sein zwei­tes Kino-​​Abenteuer schon lange hin­ter sich. Und mit die­ser Fort­set­zung des Pixar-​​Hits in Schild­krö­ten­be­set­zung (Stu­dio­ca­nal Home Enter­tain­ment) ist der bel­gi­sche 3D-​​Pionier Ben Stas­sen dem syn­chron­schwim­men­den Vor­bild noch ein paar Züge näher gekommen.

Sammy (dies­mal gespro­chen von Det­lev Buck) und Ray (wie­der gespro­chen von Axel Stein) gelei­ten mitt­ler­weile ihre Enkel Ella und Ricky ins Meer, doch gegen Fischer­netze sind auch die bei­den Groß­vä­ter chan­cen­los. Sie wer­den in einem Unter­was­ser­no­bel­re­stau­rant zur Schau gestellt; und schmie­den bald Flucht­pläne mit dem per­sön­lich­keits­ge­spal­te­nen Hum­mer Lulu und Blob­fisch Jimbo (Paul Panzer).

Der Nach­wuchs begibt sich an der Seite von Kra­ken­mama Mar­ga­ret und Toch­ter Anna­bel auf die Spur der Ver­schlepp­ten, wäh­rend Sammy und Ray Paten­see­pferd­chen Big D. (Der Graf von Unhei­lig) und sei­nen murä­ni­schen Leib­wäch­tern Marco und Phil­ipp (Sascha Voll­mer und Alec Völ­kel alias The Boss Hoss) die Stirn bie­ten müssen.

Im Sequel des Ozean-​​Roadmovies „Die Suche nach der gehei­men Pas­sage“ erle­gen sich Stas­sen und sein Kore­gis­seur Vin­cent Kesteloot (wie­derum vom Lam­pen­stu­dio nicht ganz unin­spi­riert) für einen Groß­teil der Lauf­zeit den­sel­ben Hand­lungs­spiel­raum auf. Was im Zahn­arzt­zier­fi­schaqua­rium ziem­lich schnell in lang­wei­lige War­te­rei gekippt wäre, wird im Mega­plansch­be­cken zum Bio­top für einen gewitz­ten Aus­bre­cher­film mit leich­ten Cha­rak­ter­zeich­nungs­de­fi­zi­ten, der aller­dings in puncto Optik und Humor den dicken Über­see­fi­schen durch­aus das Was­ser rei­chen kann.