Willkommen in der BretganeWäh­rend die Schlie­ßung der Bret­tener Geburts­hilfe ledig­lich ein paar wenige Empörte ihren Ein­spruch vor der Rech­berg­kli­nik demons­trie­ren ließ, ist die Résis­tance ein fran­zö­si­scher Wesens­zug. So sti­li­siert ihn jeden­falls Marie-​​Castille Mention-​​Schaar in „Will­kom­men in der Bre­ta­gne“ (Ala­mode Film), der wah­ren Geschichte über das bre­to­ni­sche Städt­chen Car­haix, des­sen Ein­woh­ner 2008 erfolg­reich gegen die Ren­ta­bi­li­täts­rech­ner der Kran­ken­haus­ver­wal­tung mobil gemacht haben.

Allen voran Heb­amme Mat­hilde (Mat­hilde Sagnier), Säug­lings­schwes­ter Fir­mine (Fir­mine Richard) und Bow­ling­hal­len­be­trei­be­rin Louise (Lau­rence Arné), die sich für die anste­hen­den Meis­ter­schaf­ten mit der aus Paris ent­sand­ten Per­so­nal­ma­na­ge­rin Cathe­rine (Cathe­rine Frot) zusam­men­tun — deren Job es nun mal ist, die Umstruk­tu­rie­rung zu forcieren.

Am Ori­gi­nal­schau­platz gedreht, erweist sich der nach „Will­kom­men bei den Sch’tis“ schie­lende deut­sche Titel mehr als ver­kaufs­för­dern­des Zweck­mit­tel. Denn die zuge­knöpfte Groß­städ­te­rin in der Pro­vinz ist nur eine von vie­len revue­ar­tig ange­ris­se­nen Anek­do­ten, die in ers­ter Linie durch ihre vier char­man­ten Haupt­dar­stel­le­rin­nen Schwung auf die Bahn bekommen.