29. August 2013

Portugal, mon amour

Portugal, mon amourWer die zuvor­kom­mende por­tu­gie­si­sche Art ein­mal ken­nen­ler­nen durfte, wird Land und Leute lie­ben! Von eben die­sem Schlag Mensch han­delt Ruben Alves’ Culture-​​Clash-​​Komödie „Por­tu­gal, mon amour“ — die fran­zö­si­sche Box-​​Office-​​Überraschung des Jahres.

Auch seine in Paris leben­den Ribei­ros ste­hen parat, wo immer sie gebraucht wer­den. Obwohl Con­cierge Maria (Rita Blanco) und Mau­rer José (Joa­quim de Almeida) samt ihrer fast erwach­se­nen Kin­der Paula (Bar­bara Cabrita) und Pedro (Alex Alves Pereira) voll inte­griert sind, tra­gen sie den Fado im Her­zen. Und die alte Hei­mat ruft, als Josés Bru­der, der einst das Erbe an sich geris­sen und so die Aus­wan­de­rung erzwun­gen hat, den Ribei­ros sein Wein­gut ver­macht. Doch Nach­barn, Fami­lie, Freunde und Kol­le­gen wol­len sie par­tout nicht zie­hen lassen.

Zunächst aus rei­nem Eigen­nutz. Je mehr sich die Groß­bür­ger aller­dings um ihre Gast­ar­bei­ter mühen, desto mehr men­schelt es, ver­schwim­men Kli­schees und Klas­sen­den­ken folk­lo­ris­tisch beglei­tet unter ande­rem von Amá­lia Rod­ri­gues’ „Uma casa por­tu­guesa“ in einem Wohl­ge­fühl, das nahezu 1,5 Mil­lio­nen Fran­zo­sen bei bes­ter Laune gehal­ten hat.