Ritter Rost - Eisenhart und voll verbeultDer Rit­ter von der ble­cher­nen Gestalt hat sich 2012 als eine der aktu­ell erfolg­reichs­ten deut­schen Kin­der­buch­fi­gu­ren vom Musical-​​Hörspiel-​​Darsteller mit „Eisen­hart und voll ver­beult“ (Uni­ver­sum Kids) zum Kino­hel­den aufgeschwungen.

Doch erst­mal kommt der tiefe Fall: Nach­dem sich Rosti (gespro­chen von Rick Kava­nian) einen geklau­ten Ersatz­mo­tor für sein Pferd Feu­er­stuhl andre­hen lässt und damit das Rit­ter­tur­nier gegen den favo­ri­sier­ten Prinz Protz (Chris­toph Maria Herbst) gewinnt, ent­zieht ihm König Blei­fuß nicht nur sei­nen Sieg, son­dern gleich­falls Burg und Titel. Und dann wird auch noch Fräu­lein Bö (Caro­lin Kebe­kus) abtrün­nig und zieht die Anwe­sen­heit des schnö­se­li­gen Ange­bers aus Edel­stahl ihren alten Mit­be­woh­nern vor.

Und Protz plant ins­ge­heim, Schrott­lands Thron zu bestei­gen – für Rit­ter Rost und Dra­che Koks (Dus­tin Sem­mel­rogge) die Chance, um sich mit­hilfe der Feu­er­zan­gen­brü­der Bru­tus (Det­lev Redin­ger) und Bren­ner (Tom Ger­hardt) zu rehabilitieren.

Die kan­tige Optik, wie man sie von Jörg Hil­berts Büchern und den Zei­chen­tri­ckepi­so­den aus der „Sen­dung mit der Maus“ kennt, wird für die große Lein­wand ein­schließ­lich 3D-​​Tuning gehö­rig auf­po­liert. Sin­gen lässt Regis­seur Tho­mas Boden­stein nur ver­ein­zelt, die eng­lisch­spra­chi­gen Schrift­züge deu­ten an, dass „Rit­ter Rost“ eine inter­na­tio­nale Ver­mark­tung im Schilde führt. Dabei bleibt der fre­che Charme der Vor­lage ein wenig auf der Stre­cke; was aber noch lange nicht heißt, dass man für die rei­tende Regis­trier­kasse dies­mal keine Lanze bre­chen könnte.