7. November 2013

Das kleine Gespenst

Das kleine GespenstDas Kin­der­buch aus dem Jahr 1966 gehört mit „Räu­ber Hot­zen­plotz“, dem „Klei­nen Was­ser­mann“, der „Klei­nen Hexe“ und „Kra­bat“ zu sei­nen berühm­tes­ten Hin­ter­las­sen­schaf­ten. Und das­selbe Pro­du­zen­ten­team wie bei der jüngs­ten Ver­fil­mung der Mül­ler­lehr­lings­ge­schichte sorgt gute 20 Jahre nach Curt Lin­das Zei­chen­trick für die erste Real­fil­m­ad­ap­tion von Otfried Preuß­lers „Das kleine Gespenst“.

Seit Jahr und Tag hegt das auf Burg Eulen­stein spu­kende Nacht­ge­spenst (gespro­chen von Anna Thal­bach) den Wunsch, die Welt bei Tag zu sehen. Doch erst als Uhr­ma­cher Zif­ferle (Her­bert Knaup) zwecks War­tung die Rat­haus­zahn­rä­der für zwölf Stun­den still­ste­hen lässt, erwacht es zur Mit­tags­stunde — und ver­än­dert durch das Son­nen­licht die Gestalt: Das kurz vor der 375-​​Jahr-​​Feier ste­hende Städt­chen Eulen­berg und sein Bür­ger­meis­ter (Uwe Och­sen­knecht) sehen sich plötz­lich von einem „Schwar­zen Unbe­kann­ten“ in Auf­ruhr ver­setzt. Nun liegt es an Schü­ler Karl (Jonas Hol­den­rie­der), die Zei­ger zurückzudrehen.

Regis­seur Alain Gspo­ner bewahrt der Adap­tion, deren High­lights die Ani­ma­tio­nen des ganz dem Kind­chen­schema ent­spre­chen­den Gespensts und sei­nes Ver­trau­ten, dem Uhu Schuhu, dar­stel­len, eine ange­nehm alt­mo­di­sche Art. Und allen klein­geis­ti­gen Schwarz-​​Weiß-​​Malern sei gesagt, dass sich die Macher auch bei der Moder­ni­sie­rungs­dis­kus­sion poli­tisch kor­rekt aus der Affäre ziehen.