31. Januar 2014

Gloria

GloriaDer Sehn­suchts­film über die Spät­fünf­zi­ge­rin war Publi­kums– und Kri­ti­ker­lieb­ling der 2013er „Ber­li­nale“. Gefei­ert wurde dabei vor allem Pau­lina Gar­cía, die für ihre empa­thi­sche Dar­stel­lung der Titel­fi­gur einen „Sil­ber­nen Bären“ als „Beste Dar­stel­le­rin“ erhielt.

Alter und Ein­sam­keit trot­zend, schwoft die geschie­dene Mut­ter Glo­ria durch die Sin­gle­par­tys und lernt dort Rodolfo (Ser­gio Hernán­dez) ken­nen. Was anfangs die große Liebe ver­spricht, tor­pe­die­ren Bald-​​Ex-​​Frau und Töch­ter, denen sich der gut­mü­tige Rent­ner zu Glo­rias wach­sen­der Ent­täu­schung nicht ent­zie­hen will. Es folgt ein frus­ten­der Lern­pro­zess – bis zur Erkennt­nis, dass man sich durch­aus auch selbst genü­gen kann.

Regis­seur Sebas­tián Lelio rei­chert sein Por­trät einer erstar­ken­den Frau mit dezen­ten Ver­wei­sen auf Chi­les Ver­gan­gen­heit und die Ver­bre­chen der Pinochet-​​Diktatur an; sonst dreht sich alles um Gar­cías „Glo­ria“ (Ala­mode/​Alive), die man spä­tes­tens dann ins Herz schlie­ßen muss, wenn sie am Ende zu Umberto Toz­zis Italo-​​Pop-​​Klassiker tanzt.