König von DeutschlandSeit „Schtonk!“ gilt Hel­mut Dietl als Meis­ter der Medi­en­sa­tire. Mit „König von Deutsch­land“ (Zorro Medien/​Good Movies) und einem beson­ders durch­schnitt­li­chen Bun­des­bür­ger unter­nimmt Sohn David den Ver­such, in Vaters große Fuß­stap­fen zu treten.

Otto Nor­mal­ver­brau­cher Tho­mas Mül­ler (Olli Dittrich), Ehe­frau Sabine (Vero­nica Fer­res) und Sohn Alex­an­der (Jonas Nay, der als Teil der Film­punk­band Popu­lis­mus den ein­gän­gi­gen Titeltrack „Ziel erreicht“ bei­steu­ert) wol­len bald das neue Eigen­heim bezie­hen. Dann ver­liert der Anfangs­vier­zi­ger unge­recht­fer­tig­ter­weise seine lang­jäh­rige Anstel­lung als Navigationssystemtexter.

Doch Markt­for­scher Ste­fan Schmidt (Wanja Mues) ist im rich­ti­gen Moment zur Stelle und bie­tet ihm einen Job bei Indus­tries Unli­mited. Rasch wird Mül­ler bewusst, dass seine mit­tel­mä­ßige Mei­nung plötz­lich nicht nur in puncto Dreh­bier, son­dern auch bei der sozial-​​ökologisch-​​liberal-​​konservativen SÖLK-​​Partei den mehr­heits­fä­hi­gen Aus­schlag gibt.

Vom Zen­sus 2011 aus­ge­hend trifft Dietl mit sei­ner Abschluss­ar­beit an der Deut­schen Film– und Fern­seh­aka­de­mie Ber­lin den Nerv der Payback-​​Zeit; und darf sich ange­sichts des (teils etwas zu brav geblie­be­nen) Debüts schon mal rüh­men, eine für deut­sche Ver­hält­nisse mehr als über­durch­schnitt­li­che Komö­die abge­lie­fert zu haben!