8. Mai 2014

Fack Ju Göhte

Fack Ju GötheKinodeutsch­land einig Blö­del­land: Über sie­ben Mil­lio­nen Zuschauer haben „Fack Ju Göhte“ (Con­stan­tin Film) zum erfolg­reichs­ten Start 2013 gemacht. Damit befin­det sich die Pau­ker­ko­mö­die 2.0 in der BRD-​​Bestenliste nach „Der Schuh des Manitu“, „(T)raumschiff Sur­prise“ und „Otto — Der Film“ auf Platz vier in bes­ter Gesellschaft.

Nicht so Haupt­fi­gur Zeki Mül­ler (Elyas M’Barek): Frisch aus dem Knast ent­las­sen will der Klein­ga­nove das Geld sei­nes Bruchs aus­bud­deln – und steht ver­dutzt vor dem Turn­hal­len­neu­bau der Goethe-​​Gesamtschule. Um an die Beute zu kom­men, heu­ert er bei Rek­to­rin Gudrun Gers­ter (Katja Rie­mann) als Aus­hilfs­leh­rer an.

Des Nachts arbei­tet Zeki fortan unter Tage, wäh­rend sich die Pro­blem­klasse 10b mit dem kras­ses­ten Päd­ago­gen ihrer ver­kapp­ten Schul­lauf­bahn kon­fron­tiert sieht. Neben den „Lüm­meln von der ers­ten Bank“ fin­det auch die ver­huschte Refe­ren­da­rin Lisi Schna­bels­tedt (Karo­line Her­furth) mehr und mehr Gefal­len an dem unkon­ven­tio­nel­len Lehrkörper.

Die berech­tigte Kri­tik am deut­schen Bil­dungs­sys­tem unter­gräbt Autor und Regis­seur Bora Dag­te­kin, der Kopf hin­ter „Tür­kisch für Anfän­ger“, durch einen über­zo­ge­nen, nach bil­li­gen Bas­hern hei­schen­den Plot. Und belus­tigt in ers­ter Linie genau jenes Kli­en­tel, das er 118 Minu­ten lang auf die Schippe nimmt. „Fack Ju Göhte 2“ folgt im Herbst 2015; der­weil wird das deut­sche Humor­ver­ständ­nis unter dem Titel „Suck Me Shake­speer“ exportiert.