GentlemanKarls­ruhe — Drei Män­ner mit Hut zogen zum kos­ten­lo­sen „Fest“-Abschluss am Sonn­tag noch­mals jede Menge Masse in die Günther-​​Klotz-​​Anlage: Char­lie Wins­ton, das John But­ler Trio und Gent­le­man.


Bela B Karls­ruhe — Ticke­ting und Sicher­heit sind die gro­ßen Schlag­worte beim „Fest“ 2.0. Wie die in kür­zes­ter Zeit aus­ge­ar­bei­te­ten Kon­zepte auf­ge­hen wür­den, sollte der Sams­tag zei­gen, an dem sich Bela B, die Edi­tors und sechs Mons­ters Of Lie­der­ma­ching ange­sagt hatten.


Jan DelayKarls­ruhe — Zu einem sel­ten ver­reg­ne­ten „Fest“-Auf­takt — erst­mals nicht mehr umsonst, aber immer noch drau­ßen — ström­ten am Frei­tag­abend neben den Trop­fen auch die Besu­cher. Und das lag vor­nehm­lich an zwei Nobel­ka­ros­sen aus dem Musik-​​Business: Die im Part­ner­look vor­fah­ren­den Miss Plat­num und Jan Delay lie­ßen die Dis­co­ku­gel überm Hügel kreisen.


Punk-Erotik-Kalender 2010Karls­ruhe — Auch wenn vorne nicht mehr Pogo-​​Partei drauf­steht, steckt noch jede Menge Punk in die­sen 13 Kalen­der­blät­tern! Der Bun­des­wahl­lei­ter sprach den Anar­chis­ten im Zuge der jüngs­ten Bun­des­tags­wahl bekannt­lich die Ernst­haf­tig­keit ab; nun führt die Punk-​​Community Abge­fuckt liebt Dich die schöne Tra­di­tion der seit 2007 auf­ge­leg­ten alter­na­ti­ven Wand­ka­len­der fort.


Peter Fox (Foto: Andreas Arndt/www.andifried.com)Karls­ruhe — Sein Name ist schon in aller Munde, als offi­zi­ell noch gar nicht bekannt gege­ben wer­den darf, dass Peter Fox nach sei­nem Auf­tritt bei den „Hip­Hop Open“ auf dem Vor­platz des Mann­hei­mer Barock­schlos­ses nur eine Woche spä­ter ohne Ein­tritts­geld und wenige Kilo­me­ter ent­fernt zu hören und vor allem zu sehen sein wird.


Farin Urlaub (Foto: Andreas Arndt/www.andifried.com)Karls­ruhe — Die Rock­schiene fuhr am Auf­takt­tag mit Blick aufs Haupt­büh­nen­pro­gramm nur Schmal­spur; aber im Grunde ist doch nach­ran­gig, wer beim „Fest“ den Ton angibt. Am Sams­tag gab’s den Aus­gleich: mit Schand­maul, der hal­ben Ärzte-​​Belegschaft in Per­son von Farin Urlaub sowie dem Geburts­tags­gig der Rockshop-​​Mitarbeiterband Pop Shock und den ver­meint­lich bes­ten Hügel-​​Hits aus 25 Jahren.


Irie RévoltésKarls­ruhe — Ein star­ker Auf­tritt auf der Zelt­bühne ist tra­di­tio­nell eine Bewäh­rungs­probe. Und so war es nur fol­ge­rich­tig, den Irie Révol­tés beim 25. „Fest“ mehr Bewe­gungs­frei­heit ein­zu­räu­men. Die durf­ten Cul­cha Can­dela bereits 2006 genie­ßen und haben sich beim zwei­ten Update mit Upgrade zum Head­li­ner des Abends vorgearbeitet.


Christoph Maria HerbstKarls­ruhe — Nir­gendwo lässt sich so schön fremd­schä­men wie bei ihm. Bis er sich mit sei­ner Para­de­rolle als dumm­dreis­tes Büro­ekel Bernd Strom­berg bekannt macht, ist auch Chris­toph Maria Herbst anonyme Masse. Inzwi­schen macht er gleich mehr­fach Kar­riere und die Dreh­ar­bei­ten zur vier­ten Staf­fel der kul­ti­gen TV-​​Serie sind denn auch Grund dafür, dass der Schau­spie­ler bei sei­nem „Millionär“-Leseabend mit Kin­der­schän­der­b­art und unra­sier­tem Rest­haar im Toll­haus Platz nimmt.


Karlsruhe/​Ubstadt-​​Weiher — Frau am Ball, das hat hier­zu­lande trotz allen Image­wan­dels nach wie vor mit man­chem Kli­schee zu kämp­fen. Da muss ein Kicke­rin­nen­ka­len­der sie nun nicht auch noch bedie­nen. „Sex sells, aber das kam für uns nie in Frage“, sagt Sabrina Dirks, die als Ide­en­ge­be­rin ihren Mann­schafts­ka­me­ra­din­nen vom ASV Karlsruhe-​​Hagsfeld das Pro­jekt „Sei­ten­wech­sel“ schmack­haft machen durfte.


Karls­ruhe — Dass es eben nicht „die­sen Jah­res“ heißt, hat sich her­um­ge­spro­chen; und warum die „Mund-​​zu-​​Mund-​​Propaganda“ im Deut­schen „kei­nen Sinn macht“. Wegen ihm? Sicher nicht. Sei­net­we­gen schon eher und des­halb ist die Gram­ma­tik auch wie­der in aller Munde.


Karls­ruhe — Punk und Kalen­der? Einen grö­ße­ren Ana­chro­nis­mus kann’s ja bei­nah nicht geben. 2008 trotz „No Future“? Siff und Sudel auf Hoch­glanz? Mit die­sen Wider­sprü­chen lebt die Pogo-​​Partei (POP), Abspal­tung der mit zen­sier­ter TV-​​Werbung zur Bun­des­tags­wahl 2005 in die gro­ßen Schlag­zei­len gera­te­nen APPD, ohne­hin. Ihr neuer Punk-​​Erotik-​​Kalender dürfte zumin­dest nicht unmit­tel­bar im Vor­wurf ste­hen, „die Ent­wick­lung von Kin­dern und Jugend­li­chen zu einer eigen­ver­ant­wort­li­chen und gemein­schafts­fä­hi­gen Per­sön­lich­keit schwer zu gefährden“.