Karlsruhe – Auch wenn vorne nicht mehr Pogo-Partei draufsteht, steckt noch jede Menge Punk in diesen 13 Kalenderblättern! Der Bundeswahlleiter sprach den Anarchisten im Zuge der jüngsten Bundestagswahl bekanntlich die Ernsthaftigkeit ab; nun führt die Punk-Community Abgefuckt liebt Dich die schöne Tradition der seit 2007 aufgelegten alternativen Wandkalender fort.


Karlsdorf-Neuthard – In diesem Karlsdorfer Tonstudio laufen nicht nur Musikgrößen auf. Zwar drückt Andreas Görlitz seit seiner Rückkehr zum FC Bayern noch Krankenlager und Ersatzbank; hat er aber die Gitarre in der Hand, ist der Mann von der rechten Außenbahn spielfreudig wie zu seinen besten KSC-Zeiten.


Karlsdorf-Neuthard – Sie gelten auch 18 Jahre nach „One Size Fits All“ als einzige Karlsruher Band von internationalem Format. Nun haben die Hardrocker Pink Cream 69 das neue Jubiläums-Live-Album und die darüber hinausgehende DVD „Past And Present“ veröffentlicht, beide aufgenommen Anfang des Jahres beim seltenen Heimspiel in der Durlacher Festhalle. Produziert werden die Ton- und Bildträger der Pinkies mittlerweile in Eigenregie: Basser Dennis Ward hat im heimischen Karlsdorfer Kellerstudio die Regler in Händen.


Karlsdorf-Neuthard – Ein Kneipenstehtisch, der schon so manches Glas von unten gesehen hat, und vier Barhocker in der Lounge sind alles, was beim Tidalwave Studio noch davon zeugt, dass Im Ochsenstall 1a einmal die Anschrift einer urigen Karlsdorfer Schänke gewesen ist.


16. September 2009

Im Haus des guten Tons

Karlsdorf-Neuthard – Wer hier aufnimmt, wohnt tatsächlich im Studio. Aber weit komfortabler, als das aus so mancher Musikerlegende überliefert ist: Gästeappartements umgeben von einem üppigen Garten, bei Billard und Tischkicker, Heimkino und Internetplätzen, Wellnessbereich samt Sauna und Whirlpool sowie französischem Koch machen aus einer Zwei-Wochen-Durchschnittsproduktion bei HOFA in Karlsdorf den versprochenen „Bandurlaub“.


Bruchsal – Wenn auf der großen internationalen Bühne das hochkulturelle Tanzbein geschwungen wird, wiegt nicht selten ein offensichtliches Stück Bruchsal im Takt. Denn von der Bismarckstraße aus versorgt die Klaus Schreck GmbH in der achten Generation nicht nur Theater, Ballettkompanien und Musicals mit den passenden Stoffen und Schnitten; selbst Hollywood kauft in der Barockstadt.


2. September 2009

Der letzte Aufrüster

Bruchsal – Männer seinen Schlags gibt es nicht mehr viele. Peter Müller ist Plattner. Der Kunst der Harnischherstellung hat sich der gelernte Werkzeugmacher und passionierte Rollenspieler 2000 verschrieben; vier Jahre später beschließt er nicht nur sein Maschinenbaustudium mit der Promotion, sondern obendrein, eine professionelle Plattnerwerkstatt zu eröffnen.


Karlsdorf-Neuthard – Warum ausgerechnet das beschauliche Karlsdorf zu einem Mekka der Tonstudios geworden ist, das wissen die Zanki-Brüder auch nicht. Gleich sechs Stück werkeln mittlerweile in der 10.000-Seelen-Gemeinde mit dem günstig gelegenen Autobahnanschluss – und sie, die einst aus dem kroatischen Zadar ins Bruchsaler Umland übergesiedelt sind, waren die ersten.


Karlsruhe – Sein Name ist schon in aller Munde, als offiziell noch gar nicht bekannt gegeben werden darf, dass Peter Fox nach seinem Auftritt bei den „HipHop Open“ auf dem Vorplatz des Mannheimer Barockschlosses nur eine Woche später ohne Eintrittsgeld und wenige Kilometer entfernt zu hören und vor allem zu sehen sein wird.


Karlsruhe – Ein starker Auftritt auf der Zeltbühne ist traditionell eine Bewährungsprobe. Und so war es nur folgerichtig, den Irie Révoltés beim 25. „Fest“ mehr Bewegungsfreiheit einzuräumen. Die durften Culcha Candela bereits 2006 genießen und haben sich beim zweiten Update mit Upgrade zum Headliner des Abends vorgearbeitet.


Ubstadt-Weiher – Beim Verlag Regionalkultur ist der Name Programm. 500 lieferbare Titel zuvor starten Andrea Sitzler, Reiner Schmidt und der aus dem operativen Geschäft ausgestiegene Bernhard Stier im Jahr 1989 als klassische Garagengründer. Zu einer Zeit, da das Schlagwort Desktop Publishing, die Satztechnik via PC, noch etwas völlig Neues ist, arbeitet das Trio mit 1.0-Software und viel Enthusiasmus am eigenen Verlagshaus.