Harald Hurst - "Do hanne num"Teile sei­ner Mundart-​​Dichtung gehö­ren in der Region längst zur Stan­dard­spra­che. Dank Harald Hurst wis­sen wir, wie „G’mütlich sitze“ geht, was „S’Landesübliche“ an „dene ero­ti­sche katho­li­sche Fei­er­däg“ ist und warum „Do hanne num“ so ziem­lich über­all hin­führt, aber bestimmt nicht ans Ziel. Der titel­ge­bende Klas­si­ker und andere aus­ge­wählte Geschich­ten und Gedichte sei­ner 17 Bücher und CDs der ver­gan­ge­nen 25 Jahre ste­cken in die­sem Jubi­lä­ums­sam­mel­band (G. Braun Buch­ver­lag).


Harald Hurst - "Des mir" Auf den Ein­bän­den sei­ner Bücher kann man die Jahre ins Land zie­hen sehen. Am 29. Januar 2010 ist Harald Hurst, der bekann­teste Dich­ter badi­schen Zun­gen­schlags, 65 gewor­den und hat mit „Des mir!“ (G. Braun Buch­ver­lag), „Geschich­ten und Gedichte“ zum sechs­ten, sein ers­tes Alters­werk beschei­nigt bekommen.


Bretten - Die MelanchthonstadtWenn in Bret­ten der Jäger hin­term Wolff her ist, dann geht’s um nicht weni­ger als den Titel des Ober­bür­ger­meis­ters. Zum 1. Februar hat Paul Metz­ger nach 24 Amts­jah­ren aus Alters­grün­den abdan­ken müs­sen und wer einen Blick in den Bil­der­bo­gen „Bret­ten — Die Melan­chthon­stadt“ (Info Ver­lag) wirft, kann ver­ste­hen, warum der Paule die Große Kreis­stadt und ihre neun Orts­teile so aus­gie­big regiert hat.


Strafraum - Ein KSC-KrimiFuß­ball und Krimi sind eigent­lich zwei nahe­lie­gende Begriffe. Hol­ger Nick­las und Johan­nes Hucke haben sie mal ganz wört­lich genom­men und den Schuss ins Blaue gewagt: „Straf­raum“ (Info Ver­lag, Lin­de­manns Biblio­thek Band 68) heißt ihr KSC-​​Roman.


Mario Ludwig - "Papa ist schwanger"Die Männ­chen stel­len sich zur Schau, die Weib­chen wäh­len aus. Der Lauf der Dinge beginnt im Tier­reich wie bei den Zwei­bei­nern. Wel­che wei­te­ren Par­al­le­len und kurio­sen Aus­ge­bur­ten sich die Natur noch so leis­tet, das ver­rät Karls­ru­hes bun­des­weit bekann­ter Bio­loge Mario Lud­wig mit Co-​​Autorin Eva Dem­pe­wolf in „Papa ist schwan­ger“ (BLV Buch­ver­lag).


Man­che Bücher sollte man bes­ser nicht lesen. „Feucht­ge­biete“, Char­lotte Roches sinn­be­freite Hirn­aus­schei­dun­gen, zum Bei­spiel. Oder den „Fle­cken­teu­fel“ (Tache­les/​Indigo/​Eichborn). Was sich in Heinz Strunks Gedan­ken­gän­gen zusam­men­ge­braut hat, weist zuge­ge­ben nicht nur äußer­li­che Ähnlich­kei­ten auf — doch hier lohnt das Lauschen.


Heinrich Blanc & Karl Fischer - Gründer zweier WeltfirmenEs ist schon mehr als ein klei­nes Wirt­schafts­wun­der, wenn in einer beschau­li­chen 10.000-Einwohner-Gemeinde gleich zwei­mal glo­bale Unter­neh­mens­ge­schichte geschrie­ben wird. Den bei­den Pio­nie­ren hin­ter Blanco und E.G.O. wid­met sich das Fabri­kan­ten­por­trät „Hein­rich Blanc und Karl Fischer — Grün­der zweier Welt­fir­men“ (Ver­lag Regio­nal­kul­tur).


Kuno Bärenbold - "Letzte Verführung"„Ein warm­her­zi­ger Erd– und Pol­ter­geist“, so beschreibt Harald Hurst den „Ein­zel­gän­ger­freund“ im Vor­wort. Als am 6. Mai 2008, einem Diens­tag­abend, das 61-​​jährige Herz nicht wei­ter schla­gen wollte, ver­lor Karls­ruhe eine der mar­kan­tes­ten Figu­ren im hie­si­gen Lite­ra­tur­be­trieb. Die „Ver­füh­ren zum Lesen“ war stets sein Credo, ein Bänd­chen ver­eint nach­ge­las­sene Texte und doku­men­tiert das Wir­ken des Kuno Bären­bold.


Bernd Siemers - "De Karlsruher uff d'Labb guggt"„Bloß a bis­sele qued­sche“, dann wird aus dem brei­tes­ten Schwä­bisch Badisch ast­rein. So lehrt’s uns de Hur­schde Harald. Den ver­ste­hen aber auch nur die wenigs­ten: Denn über 75 Mil­lio­nen Deut­sche kön­nen gar kein Badisch. Wer der berühmt gewor­de­nen Auf­for­de­rung von „SWR3-Latenight“-Moderator Pierre M. Krause in sei­ner Funk­tion als Super­markt­fi­li­al­lei­ter fol­gen möch­ten, kann jetzt nach­schla­gen. Denn Bernd Sie­mers hat „De Karls­ru­her uff d’Labb guggt“ (Info Ver­lag).


Christoph Gutknecht - "Von Treppenwitz bis Sauregurkenzeit"Was reden wir uns eigent­lich den gan­zen Tag zusam­men, wenn wir so reden, wie wir reden? Das hat sich Chris­toph Gut­knecht, Pro­fes­sor der Lin­gu­is­tik an der Uni­ver­si­tät Ham­burg, gefragt und in sei­nem Buch „Von Trep­pen­witz bis Sau­re­gur­ken­zeit — Die ver­rück­tes­ten Wör­ter im Deut­schen“ (C.H. Beck Ver­lag) aller­lei inter­es­sante Ant­wor­ten zusammengetragen.


Neue Literatur vom Oberrhein - Folge 3Lesen las­sen. Denn Hör­bü­cher lie­gen im Trend. Das weiß auch die Lite­ra­ri­sche Gesell­schaft um Lei­ter Hans­ge­org Schmidt-​​Bergmann und hat jüngst die Folge 3 ihres Ton­ka­bi­netts „Neue Lite­ra­tur vom Ober­rhein“ (Info Ver­lag/​Lindemanns Biblio­thek Band 45), auf­ge­nom­men im Karls­ru­her Prinz-​​Max-​​Palais, als Jah­res­gabe 2008 herausgebracht.