1. Dezember 2011
Werner – Eiskalt
Mehr als aufgewärmter Bölkstoff war es nicht mehr, was Drehbuchautor Rötger „Brösel” Feldmann nach dem „Beinhart!“-Kinodebüt 1990 in den Fortsetzungen „Das muss kesseln!!!“, „Volles Rooäää!!!“ und „Gekotzt wird später!“ aufgefahren hat. Der vierte Versuch „Werner – Eiskalt“ (Constantin Film) rollt die Geschichte um den ewigen Gas-Wasser-Scheiße-Lehrling und seinen Schöpfer von vorne auf und setzt dazu erstmals seit dem Original wieder Realfilm-Elemente ein.
1. Dezember 2011
Nichts zu verzollen
Wenn sich die innereuropäische Filmindustrie schon gegenseitig kopiert, muss die Vorlage exzellent gewesen sein. Wie der bis dato erfolgreichste französische Streifen „Willkommen bei den Sch’tis“, den Luca Miniero jüngst ins Italienische übersetzt hat. Mit „Nichts zu verzollen“ (Prokino Home Entertainment) verlegt Dany Boon seine vorurteilsbehaftete Farce ins belgisch-französische Grenzgebiet, wo sich zwei scharmützelnde Zollbeamte im Januar 1993 nicht nur mit dem Schengener Abkommen und seinen endgültig fallenden Schlagbäumen arrangieren müssen: Die Fritte und der Camembert sollen künftig gemeinsam Dienst schieben.
1. Dezember 2011
Cars 2
Die Pole Position im Animationsfilm hat Pixar 2006 mit „Cars“ abgegeben. Und die Kurve gekriegt dank „Ratatouille“, „Wall-E“, „Oben“ und „Toy Story 3“. „Cars 2“ (Walt Disney Studios Home Entertainment) ist das zweite Sequel des Hauses neben dem Spielzeugfiguren-Franchise und das erste Pixar-Werk, das mehr nach der Konzernmutter Disney als den Animation Studios kommt.
3. November 2011
Willkommen im Süden
„Bienvenue chez les Ch’tis“? „Benvenuti al Sud“! Abgesehen vom Titel und der Fahrtrichtung ändert sich beim Remake von Dany Boons Culture-Clash-Komödien-Hit „Willkommen bei den Sch’tis“ aus dem Jahr 2008 wenig: Der bis dato erfolgreichste französische Film wurde mit fast fünf Millionen Zuschauern auch in Italien zum heimisch produzierten Kassenschlager par excellence.
30. September 2011
Die Camper
Benno Ewermann ist der personifizierte deutsche Dauer-Camper. Von 1996 bis 2005 produzierte RTL die Serie um den nöligen Wohnwagenbesitzer, zu dessen chilliger Wochenendausrüstung Trainingsanzug und ein Fläschchen der fiktiven Biermarke Eifelpils gehören. Jetzt sind die 117 Folgen aus neun Staffeln auf 18 DVDs (Turbine Medien/Alive) vereint.
2. September 2011
The King’s Speech
Die Geschichtsbücher kennen König George VI. vor allem als Vater von Queen Elizabeth II. Regisseur Tom Hooper hat dem 1952 gestorbenen Regenten mit seinem zwölffach „Oscar“-nominierten und vierfach siegreichen „The King’s Speech“ (Senator Home Entertainment) ein spätes filmisches Denkmal gesetzt.
1. September 2011
New Kids Turbo
Im Maaskantje nimmt man statt der in Holland so beliebten Frikandel eher ein „Fickschnitzel“ in den Mund. Grund für die unflätige Ausdrucksweise im nordbrabanter Dörfchen, bei der „Muschi“ und F-Wort, „Homo“ und „verrückter Mongo“ in jedem Satz zum guten Ton gehören: die Proleten-Gang „New Kids“.
19. August 2011
Der ganz große Traum
England ist bekanntermaßen Fußball-Mutterland. Aber es dürfte selbst passionierten Anhängern neu sein, dass die „Fusslümmelei“ zu Turnvater Jahns Zeiten als anarchistisch und undeutsch verrufen einen schweren Stand hatte. Und dass ein Pädagoge 1874 den Anstoß gab, in Deutschland Fußball zu spielen. Diesem Wilhelm Carl Johann Conrad Koch widmet Regisseur Sebastian Grobler sein Kinodebüt „Der ganz große Traum – Oder wie der Lehrer Konrad Koch den Fußball nach Deutschland brachte“ (Senator Home Entertainment).
15. Juli 2011
Road, Movie
Wer Bollywood vor Augen hat, sieht kitschgetränkte, bonbonfarbene Musical-Nummern in ausufernder Überlänge. All das ist die indisch-amerikanische Gemeinschaftsproduktion „Road, Movie“ (Senator Home Entertainment) von Regisseur, Drehbuchschreiber und Produzent Dev Benegal nicht. Mehr schon die moderne Geschichte aus „Tausendundeiner Nacht“.
14. Juli 2011
Die Superbullen
Das Köln-Kalk-Verbot ist aufgehoben. 14 Jahre nach der „Voll normaaal“-Fortsetzung „Ballermann 6“ ist die „Trilogie des Grauens“, wie der gestorbene Bernd Eichinger seine letzte Produktion verortet hat, vollständig. Debiler Dackelblick und blaue Pudelmütze genügen seit 1994 als Personenbeschreibung, um zu wissen, mit welchen beiden Chaoten-Proleten man es hier zu tun bekommt: Tommie Krause und Mario Bartolo alias Tom Gerhardt und sein zum Italiener umfunktionierter türkischer Sidekick Hilmi „Porca Miseria“ Sözer, Liebhaber von Bier und Busenwundern, verfehlen sich diesmal als „Die Superbullen“ (Constantin Film).
2. Juni 2011
13
Der Georgier Géla Babluani hatte Glück beim Russisch Roulette. „13 – Tzameti“ heißt sein mittlerweile auf zig Festivals ausgezeichnetes Debüt aus dem Jahr 2005 über einen menschenverachtenden Spielclub. Für Hollywood durfte er den Film Noir mit prominentem Cast von neuem abdrehen.
