27. Mai 2011

Die Hummel

Die HummelWäh­rend Abschluss­ar­bei­ten ande­rer Fach­ge­biete gerne mit den ver­schwur­belts­ten Titeln daher­kom­men, hält sich Sebas­tian Stern bei sei­nem an der Münch­ner HFF ent­stan­de­nen Diplom­film kurz. „Die Hum­mel“ (Movie­net Film/​Light­house Home Enter­tain­ment) hat er die Verlierer-​​Tragikomödie genannt, deren Figu­ren wie die Insek­ten zwar zu schwer sein sol­len, um zu flie­gen, es im Unwis­sen über die Gesetze der Aero­dy­na­mik aber den­noch zustande bringen.


Switch Reloaded Vol. 5Hier blei­ben selbst die eiserns­ten Pro­gramm­zeit­schrif­ten­le­ser hän­gen: „Switch Reloa­ded“, Erfolgs­for­mat wider die schlechte Tele­vi­sion. Das der aus­tra­li­schen Sen­dung „Fast For­ward“ abge­schaute Zap-​​Konzept war schon im ers­ten Anlauf genial, aber seit dem Neu­start im Jahr 2007 und den Zugän­gen Mar­tina Hill und Max Gier­mann sitzt jede Par­odie. Mit der fünf­ten Staf­fel (Tur­bine Medien/​Alive) kommt bei 15 Fol­gen bes­ter Fern­seh­un­ter­hal­tung auch ein neuer Spöt­ter ins Spiel.


21. April 2011

Machete

MacheteBeim fik­ti­ven Trai­ler fürs „Grindhouse“-Double-Feature „Death Proof“ und „Pla­net Ter­ror“ wollte es Robert Rod­ri­guez nicht belas­sen. Seit Danny Tre­jos 95er „Desperado“-Auftritt besteht die Idee; nach der Onkel-​​Machete-​​Nebenrolle in „Spy Kids“ hat der Kult­re­gis­seur sei­nen immer­grim­mi­gen Rächer 15 Jahre spä­ter zum Titel­hel­den eines ein­schnei­den­den Mexploitation-​​Movies (Sony Pic­tures Home Enter­tain­ment) gemacht.


8. April 2011

Pianomania

Pianomania„Der Ton atmet nicht.“ Die Sorge von Star­pia­nist Pierre-​​Laurent Aimard ist auch jene von Ste­fan Knüp­fer, sei­nem Kla­vier­stim­mer. „Pia­no­ma­nia“ (Farb­film Home Enter­tain­ment), der preis­ge­krönte Doku­men­tar­film von Lilian Franck und Robert Cibis, beglei­tet den Chef­tech­ni­ker von Stein­way & Sons Aus­tria bei sei­ner außer­ge­wöhn­li­chen Arbeit im Wie­ner Kon­zert­haus mit den Bes­ten der Klassik-​​Szene.


1. April 2011

Der kleine Nick

Der kleine NickRené Goscinny in Real­film­form? Hat noch nie so rich­tig funk­tio­niert. Nicht bei „Aste­rix“, nicht bei „Lucky Luke“. Doch Lau­rent Tirards Adap­tion der zwi­schen 1959 und ’64 ver­öf­fent­lich­ten und von Jean-​​Jacques Sempé illus­trier­ten Laus­bu­ben­ge­schich­ten mit „Le petit Nico­las“ trifft das ambi­va­lente Humor­ver­ständ­nis des 1977 gestor­be­nen Autors.


25. März 2011

Hauptsache Fußball

Haupt­sa­che Fuß­ball – Junge Pro­fis auf dem Weg ins SpielMit­ten­drin in der schöns­ten Neben­sa­che ist Andreas Bachs Fußball-​​Doku mit Roadmovie-​​Anleihen: Kur­ven­ste­her wie Tri­bü­nen­sit­zer bekom­men 140 Minu­ten lang  einen sel­te­nen Ein­blick ins Mil­lio­nen­ge­schäft unter der Ver­eins­mütze. „Haupt­sa­che Fuß­ball — Junge Pro­fis auf dem Weg ins Spiel“ (Bach Film/​Real Fic­tion/​Good Movies/​Indigo) pen­delt zwi­schen Trai­nings­ein­heit und und Bundesliga-​​Match, Vor­stel­lungs­ge­spräch und Ver­trags­un­ter­schrift, Leis­tungs­zen­trum und Sta­dion, Abstiegs­end­spiel und Champions-​​League-​​Finale.


Resident Evil: AfterlifeBeim vier­ten Teil von „Alice im Zom­bie­land“ führt Video-​​Game-​​Adaptor Paul W.S. Ander­son erst­mals seit 2002, dem Start der „Resi­dent Evil“-Reihe, wie­der Regie. Die ein­fäl­tige Hand­lung der Fort­set­zun­gen „Apo­ca­lypse“ und „Extinc­tion“ zieht er als Dreh­buch­schrei­ber auch bei „Resi­dent Evil: After­life“ (Con­stan­tin Film) durch: Seit die tief unter Racoon City wer­kelnde Umbrella Cor­po­ra­tion einst das T-​​Virus kre­ierte, das abge­stor­bene Zel­len wie­der­zu­be­le­ben ver­mag, lädt Milla Jovo­vich alias Alice regel­mä­ßig ihre Waf­fen gegen die sich aus­brei­tende Untoten-​​Plage durch.


17. Dezember 2010

Abbuzze!

Abbuzze!„Der Badesalz-​​Film“ ist eigent­lich kei­ner. Was das Comedy-​​Duo da vor 15 Jah­ren bei sei­nem Kino­de­büt unter Regie von Roland Wil­la­ert kre­ierte, hat mehr von einer losen Anein­an­der­rei­hung gro­tes­ker Epi­so­den, zusam­men­ge­hal­ten durch Ver­si­che­rungs­ver­tre­ter Erich (Henni Nachts­heim) und Gamm­ler Richard (Gerd Kne­bel), die frei­tag­nach­mit­tags im Fahr­stuhl steckenbleiben.


Lost - Die komplette sechste StaffelNach 121 Fol­gen ist alles vor­bei. Ver­lo­ren fühlt sich jener Teil der Anhän­ger, der den Mystery-​​Serienhit um die ver­schol­le­nen Pas­sa­giere des ent­zwei­ge­bro­che­nen Boeing-​​777-​​Flugs Ocea­nic 815 im ame­ri­ka­ni­schen Ori­gi­nal ver­folgt hat, schon seit dem 23. Mai. Auch Kabel eins hat fer­tig, nun ist die Final Sea­son von „Lost“ auf DVD und Blu-​​ray (Walt Dis­ney Home Enter­tain­ment) zu haben. Und es wird Zeit, die ele­men­ta­ren Ant­wor­ten aus dem Hut zu zaubern.


Darüber lacht die Welt - Die volle Ladung Seine „Wit­zisch­keit“ kennt weder Grenze noch Par­don. Die „Total Nor­mal“-Nar­re­tei als win­kende nie­der­län­di­sche Köni­gin Bea­trix auf der Suche nach lecker Mit­tag­es­sen und natür­lich der hur­zende pol­ni­sche Pseudo-​​Opernsänger an der Seite von Achim Hage­mann sind Ever­greens des Comedy-​​Fachs. 1991 zog Hape Ker­ke­ling nach Folge sie­ben und allen wich­ti­gen Fern­seh­prei­sen wei­ter, wurde aber erst mit „Dar­über lacht die Welt“ wie­der vom Erfolg ver­wöhnt. Jetzt gibt’s erst­mals „Die volle Ladung“ (Tur­bine Medien/​Alive) – alle Fol­gen, alle Clips in einer DVD– und Blu-​​ray-​​Box.


4. November 2010

Vincent will Meer

Vincent will Meer„Ich habe einen Clown im Kopf, der mir stän­dig zwi­schen die Syn­ap­sen scheißt.“ So beschreibt Vin­cent sein Tourette-​​Syndrom. Gespielt wird er von Flo­rian David Fitz aus der TV-​​Serie „Doctor’s Diary“; dort Ober­arzt, hier selbst behand­lungs­be­dürf­tig. Und Vin­cent flieht vor den unkon­trol­lier­ten Bewe­gun­gen und Gri­mas­sen, den Flü­chen und obs­zö­nen Aus­ru­fen, die ihn in die Kli­nik gebracht haben. Er will nach Ita­lien, mit sei­ner Mut­ter, deren Asche er in einer Bon­bon­dose verwahrt.