1. April 2011

Der kleine Nick

Der kleine NickRené Goscinny in Real­film­form? Hat noch nie so rich­tig funk­tio­niert. Nicht bei „Aste­rix“, nicht bei „Lucky Luke“. Doch Lau­rent Tirards Adap­tion der zwi­schen 1959 und ’64 ver­öf­fent­lich­ten und von Jean-​​Jacques Sempé illus­trier­ten Laus­bu­ben­ge­schich­ten mit „Le petit Nico­las“ trifft das ambi­va­lente Humor­ver­ständ­nis des 1977 gestor­be­nen Autors.


25. März 2011

Hauptsache Fußball

Haupt­sa­che Fuß­ball – Junge Pro­fis auf dem Weg ins SpielMit­ten­drin in der schöns­ten Neben­sa­che ist Andreas Bachs Fußball-​​Doku mit Roadmovie-​​Anleihen: Kur­ven­ste­her wie Tri­bü­nen­sit­zer bekom­men 140 Minu­ten lang  einen sel­te­nen Ein­blick ins Mil­lio­nen­ge­schäft unter der Ver­eins­mütze. „Haupt­sa­che Fuß­ball — Junge Pro­fis auf dem Weg ins Spiel“ (Bach Film/​Real Fic­tion/​Good Movies/​Indigo) pen­delt zwi­schen Trai­nings­ein­heit und und Bundesliga-​​Match, Vor­stel­lungs­ge­spräch und Ver­trags­un­ter­schrift, Leis­tungs­zen­trum und Sta­dion, Abstiegs­end­spiel und Champions-​​League-​​Finale.


Resident Evil: AfterlifeBeim vier­ten Teil von „Alice im Zom­bie­land“ führt Video-​​Game-​​Adaptor Paul W.S. Ander­son erst­mals seit 2002, dem Start der „Resi­dent Evil“-Reihe, wie­der Regie. Die ein­fäl­tige Hand­lung der Fort­set­zun­gen „Apo­ca­lypse“ und „Extinc­tion“ zieht er als Dreh­buch­schrei­ber auch bei „Resi­dent Evil: After­life“ (Con­stan­tin Film) durch: Seit die tief unter Racoon City wer­kelnde Umbrella Cor­po­ra­tion einst das T-​​Virus kre­ierte, das abge­stor­bene Zel­len wie­der­zu­be­le­ben ver­mag, lädt Milla Jovo­vich alias Alice regel­mä­ßig ihre Waf­fen gegen die sich aus­brei­tende Untoten-​​Plage durch.


17. Dezember 2010

Abbuzze!

Abbuzze!„Der Badesalz-​​Film“ ist eigent­lich kei­ner. Was das Comedy-​​Duo da vor 15 Jah­ren bei sei­nem Kino­de­büt unter Regie von Roland Wil­la­ert kre­ierte, hat mehr von einer losen Anein­an­der­rei­hung gro­tes­ker Epi­so­den, zusam­men­ge­hal­ten durch Ver­si­che­rungs­ver­tre­ter Erich (Henni Nachts­heim) und Gamm­ler Richard (Gerd Kne­bel), die frei­tag­nach­mit­tags im Fahr­stuhl steckenbleiben.


Lost - Die komplette sechste StaffelNach 121 Fol­gen ist alles vor­bei. Ver­lo­ren fühlt sich jener Teil der Anhän­ger, der den Mystery-​​Serienhit um die ver­schol­le­nen Pas­sa­giere des ent­zwei­ge­bro­che­nen Boeing-​​777-​​Flugs Ocea­nic 815 im ame­ri­ka­ni­schen Ori­gi­nal ver­folgt hat, schon seit dem 23. Mai. Auch Kabel eins hat fer­tig, nun ist die Final Sea­son von „Lost“ auf DVD und Blu-​​ray (Walt Dis­ney Home Enter­tain­ment) zu haben. Und es wird Zeit, die ele­men­ta­ren Ant­wor­ten aus dem Hut zu zaubern.


Darüber lacht die Welt - Die volle Ladung Seine „Wit­zisch­keit“ kennt weder Grenze noch Par­don. Die „Total Nor­mal“-Nar­re­tei als win­kende nie­der­län­di­sche Köni­gin Bea­trix auf der Suche nach lecker Mit­tag­es­sen und natür­lich der hur­zende pol­ni­sche Pseudo-​​Opernsänger an der Seite von Achim Hage­mann sind Ever­greens des Comedy-​​Fachs. 1991 zog Hape Ker­ke­ling nach Folge sie­ben und allen wich­ti­gen Fern­seh­prei­sen wei­ter, wurde aber erst mit „Dar­über lacht die Welt“ wie­der vom Erfolg ver­wöhnt. Jetzt gibt’s erst­mals „Die volle Ladung“ (Tur­bine Medien/​Alive) – alle Fol­gen, alle Clips in einer DVD– und Blu-​​ray-​​Box.


4. November 2010

Vincent will Meer

Vincent will Meer„Ich habe einen Clown im Kopf, der mir stän­dig zwi­schen die Syn­ap­sen scheißt.“ So beschreibt Vin­cent sein Tourette-​​Syndrom. Gespielt wird er von Flo­rian David Fitz aus der TV-​​Serie „Doctor’s Diary“; dort Ober­arzt, hier selbst behand­lungs­be­dürf­tig. Und Vin­cent flieht vor den unkon­trol­lier­ten Bewe­gun­gen und Gri­mas­sen, den Flü­chen und obs­zö­nen Aus­ru­fen, die ihn in die Kli­nik gebracht haben. Er will nach Ita­lien, mit sei­ner Mut­ter, deren Asche er in einer Bon­bon­dose verwahrt.


28. Oktober 2010

Zurück in die Zukunft

Zurück in die Zukunft Dass der DMC-​​12 doch noch zur Sportwagen-​​Legende wurde, ver­dankt er dem Flu­x­kom­pen­sa­tor. Und Robert Zeme­ckis. Der hatte den Geis­tes­blitz, den zu Anfang der 80er nur zwei Jahre lang gebau­ten und vor­nehm­lich vor qua­li­ta­ti­ven Män­geln strot­zen­den Flü­gel­tü­rer von DeLo­rean bei 140 km/​h respek­tive 88 Mei­len drei­mal über­aus erfolg­reich „Zurück in die Zukunft“ zu schicken.


23. September 2010

Robin Hood

Robin HoodEr stiehlt’s von den Rei­chen und verteilt’s unter den Armen. So über­lie­fert es die viel­ver­filmte Legende von einem Mann, des­sen his­to­risch nicht belegte Geschichte zwi­schen Wege­la­ge­rer und Sozi­al­re­vo­lu­tio­när, Vogel­freiem und Volks­hel­den schwankt. Regis­seur Rid­ley Scott erzählt, wie ein Bogen­schütze aus dem Heer von König Richard Löwen­herz zu „Robin Hood“ (Uni­ver­sal Pic­tures) wurde.


16. September 2010

Psycho

Psycho„Mut­ter, Blut!“ Die Dusch­szene ist eine der meist­zi­tier­ten der Film­ge­schichte. 45 Sekun­den, 70 Kame­ra­ein­stel­lun­gen und 50 Schnitte, die zu den berühm­tes­ten Momen­ten von Alfred Hitch­cock gehö­ren. Als die Lein­wand­fas­sung von Robert Blochs Roman „Psy­cho“ 1960 gestar­tet wurde, wusste noch nie­mand, dass der in drei Kino­fil­men und einer Fern­seh­pro­duk­tion von Anthony Per­kins so per­fide ver­kör­perte Motel­be­trei­ber Nor­man Bates ein krank­haft mut­ter­fi­xier­ter und schi­zo­phre­ner Seri­en­mör­der ist.


25. August 2010

Soul Kitchen

Soul KitchenGegen die Wand gefah­ren wird auch in Fatih Akins zwölf­tem Film. Dies­mal ist es aber ein Restau­rant anstelle des Autos: Der lang­haa­rige Deutsch­grie­che Zinos Kazant­sa­kis (Adam Bous­douko) hat in sei­nem Ham­bur­ger Sze­ne­schup­pen nix mehr im Griff, Freun­din Nadine (Phe­line Rog­gan) zieht es nach Shang­hai und er erlei­det einen Bandscheibenvorfall.