12. Oktober 2011

Der Geräuschemacher

Max Bauer (Copyright: Andreas Schoelzel)Berlin/​Karlsruhe — Ohne Nord­ame­rika jemals bereist zu haben, schil­dert er in sei­nen Roma­nen ein so far­bi­ges Por­trät der Pio­nier­zeit, dass bei vie­len das Bild vom Wil­den Wes­ten mehr durch Karl Mays Fan­ta­sie als von den Tat­sa­chen geprägt ist. Und seine bei­den Haupt­fi­gu­ren Old Shat­ter­hand und Win­ne­tou durch Lex Bar­ker und Pierre Brice. Seit 1956 hat sich keine Rund­funk­an­stalt mehr ans Aben­teuer über die Bluts­brü­der­schaft von Trap­per und Apachen-​​Häuptling gewagt. Bis der RBB in Koope­ra­tion mit den „Musik­fest­spie­len Pots­dam Sans­souci“ und Radio Bre­men eine zeit­ge­mäße Ver­sion nach der berühm­ten Vor­lage aus dem Jahr 1893 in den Niko­lai­saal brachte. Patrick Wurs­ter sprach mit Max Bauer, der bei „Win­ne­tou I“, dem „Live­hör­spiel mit Bären­tö­ter“, für die Geräusch­ku­lisse sorgt.


Shahrokh DiniKarls­ruhe — Der Kak­tus treibt neue Blü­ten: Shahrokh Dini eröff­net im Restau­rant­kom­plex an der Lin­ken­hei­mer Allee 8 mit dem Mood In Wood eine schloss­par­k­nahe, mul­ti­funk­tio­nale Loca­tion. Über wel­che neue Gastro-​​Attraktion sich Karls­ruhe nach der Opening-​​Party am 17. Juni freuen darf, erzählt der Pro­du­zent und DJ im Gespräch mit Patrick Wurster.


15. Juni 2011

Haltbares Hack

PlüschiKarls­ruhe — Vor vier Jah­ren hat Chris­tian Bund­schuh, stadt­weit bes­ser bekannt als Plü­schi, in der Alten Hacke­rei den Schlacht­be­trieb wie­der auf­ge­nom­men. Mit Patrick Wurs­ter plauschte er zum Jubi­läum über den sich all­mäh­lich fül­len­den Krea­tiv­park und die Zukunft sei­ner „Gepfleg­ten Punkrock-​​Bar“.


Jürgen DebatinBruch­sal — Als Jür­gen Deba­tin die still­ge­legte väter­li­che Webe­rei in der Bruch­sa­ler Schnabel-​​Henning-​​Straße zum Rock­la­den umbaut, bre­chen die 80er Jahre gerade an. Von 10. bis 12. Juni fei­ert die Fabrik ihr 30-​​Jähriges mit einem Open-​​Air und Patrick Wurs­ter traf den Musikclub-​​Gründer zum Jubiläumsrückblick.


Antje Mön­ning und Roland ReberKarls­ruhe — Mit sei­ner bums­fi­de­len Wal­küre auf dem Quad tou­ren Fil­me­ma­cher Roland Reber und die WTP–Crew der­zeit durch Deutsch­lands Licht­spiel­häu­ser. Im Gepäck der „Engel mit schmut­zi­gen Flü­geln“ Sto­rys in Text, „Bild“ und „Pent­house“. Patrick Wurs­ter hat nach der Pre­miere in der Schau­burg mit dem Regis­seur und der Haupt­dar­stel­le­rin Antje Mön­ning phi­lo­so­phiert — über fal­sche Scham und echte Orgas­men, Soft­porno, Selbst­fin­dung und was es mit der kol­por­tier­ten Sex-​​WG wirk­lich auf sich hat.


Bernhard WendelBruch­sal — Wer in den ver­gan­ge­nen Aben­den im vor­win­ter­li­chen Bruch­sal an der Han­dels­lehr­an­stalt vor­bei­ge­kom­men ist, wird sich über die spit­zen Schreie gewun­dert haben. Doch das Ver­bre­chen ist gespielt; es sind die Akteure des Exil Thea­ters, die mit­ten in der Vor­be­rei­tung für ihre neue Pro­duk­tion „Mord unterm Weih­nachts­baum“ ste­cken. Über die Kri­mi­ko­mö­die im Stil Aga­tha Chris­ties sprach Patrick Wurs­ter mit dem Regis­seur und Künst­le­ri­schen Lei­ter der Bruch­sa­ler Ama­teur­bühne, Bern­hard Wendel.


Norbert KritzerBruch­sal — Der baden-​​württembergische Rech­nungs­hof nimmt sich in sei­ner neuen „Denk­schrift“ auch die drei Lan­des­büh­nen vor. Aus­ge­hend vom Zah­len­ma­te­rial der Jahre 2002 bis 2007 rüf­feln die Finanz­kon­trol­leure die Würt­tem­ber­gi­sche Lan­des­bühne Ess­lin­gen (WLB), das Lan­des­thea­ter Tübin­gen (LTT) und die Badi­sche Lan­des­bühne Bruch­sal (BLB). Mit deren Ver­wal­tungs­lei­ter Nor­bert Krit­zer sprach Patrick Wurster.


Maren AdeKarls­ruhe — Der erste gemein­same Urlaub wird für jedes Paar zur Nagel­probe. Das ist auch bei Gitti und Chris so. Am Ende ist das Glas halb leer. Oder doch halb voll? Diese Geschichte einer jun­gen Liebe und ihrer stink­nor­ma­len Ernüch­te­rung hat die aus Karls­ruhe stam­mende Maren Ade zum Thema ihres zwei­ten Kino­films „Alle ande­ren“ gemacht, der auf der „Ber­li­nale“ für hit­zi­ges Flir­ren gesorgt hat. Mit Patrick Wurs­ter unter­hielt sie sich vor der Prä­sen­ta­tion in der Schau­burg übers neue deut­sche Kino, die Gene­ra­tion Ü30 und ihre Angst vor Mela­nie Pröschle.


Dou­glas Wolfsper­gerKarls­ruhe — Das Prin­zip „Kau­ka­si­scher Krei­de­kreis“ funk­tio­niert augen­schein­lich nur bei Bert Brecht. Auch Dou­glas Wolfsper­ger musste sein Kind los­las­sen; gese­hen hat er die Toch­ter seit­her nicht mehr. Jetzt wehrt sich „Der ent­sorgte Vater“ mit sei­nen Mit­teln gegen die umgang­ver­wei­gernde Ex: dem Bewegt­bild. Bei der Schau­burg–Pre­miere sei­nes in und um Karls­ruhe gedreh­ten Films unter­hielt er sich mit Patrick Wurs­ter über Mut­ter­macht, Ent­frem­dung und die doku­men­ta­ri­sche Tugend.


Ewald Karl SchradeKarls­ruhe — Karls­ruhe und Kunst­messe, das hatte bis 2004 nur den Anfangs­buch­sta­ben gemein. Von 5. bis 8. März 2009 zeigt die „Art Karls­ruhe“ bereits zum sechs­ten Mal ihre erle­sene Melange aus klas­si­scher Moderne und Gegen­warts­kunst. Patrick Wurs­ter befragte Gale­rist und Kura­tor Ewald Karl Schr­ade zu neuen Posi­tio­nen, alten Zweif­lern und den Kunst­markt in Zei­ten der Krise.


9. Februar 2009

Und noch’n Gedicht

Tho­mas Roth­fußBruch­sal — „In nur vier Zei­len was zu sagen, erscheint zwar leicht, doch ist es schwer! Man braucht ja nur mal nach­zu­schla­gen; die meis­ten Dich­ter brauch­ten mehr.“ Vor­der­grün­dig toll­pat­schig und doch so hin­ter­sin­nig — nur wenige gehen mit der deut­schen Spra­che so char­mant um wie Heinz Erhardt. „Ein biss­chen Clown sein“ kann aber auch Tho­mas Roth­fuß. Nicht zufäl­lig prä­sen­tiert er sei­nen neuen Gedich­te­band „Wenn ich ein Maul­wurf wär“ (G. Braun Buch­ver­lag) am 20. Februar. An jenem Frei­tag näm­lich wäre der Schmun­zel­meis­ter 100 Jahre alt gewor­den. Vor sei­nem humo­ris­ti­schen Abend in Kauf­manns Schlacht­hof hat der Bret­tener Autor und Musi­ker mit Patrick Wurs­ter über Buch und Bühne gesprochen.