11. Juni 2009

Der entsorgte Vater

Der entsorgte Vater„Mut­ter­liebe ist kino­träch­tig, Vater­liebe nicht“, schrieb Mat­thias Matus­sek in sei­ner 1997 erschie­ne­nen Pole­mik „Über femi­nis­ti­sche Mut­ter­macht und Kin­der als Trümpfe im Geschlech­ter­kampf“. Doch nicht jeder Mann kann sich so weh­ren wie der „Spiegel“-Autor. Ein Dou­glas Wolfsper­ger schon.


My Bloody Valentine 3DDer Hor­ror bekommt eine neue Dimen­sion. Was wie ein aus­ge­lutsch­ter Wer­be­slo­gan klingt, ist beim Remake des kana­di­schen Low-​​Budget-​​Streifens „My Bloody Valen­tine“ wört­lich zu neh­men: Erst­mals seit den 80ern fei­ert wie­der ein Splatter-​​Movie Kino-​​Premiere im 3-​​D-​​Format.


The Last House On The LeftMit dem in Deutsch­land auch unterm Titel „Mondo Bru­tale“ ver­trie­be­nen Rape-​​And-​​Revenge-​​Movie begrün­dete Wes Cra­ven 1972 seine Kar­riere im Horror-​​Genre und legt nun als Pro­du­zent des Remakes ordent­lich Här­te­grade nach.


13. Mai 2009

Illuminati

IlluminatiIm Kino läuft’s anders­herum; wird der lite­ra­ri­sche Vor­gän­ger zum Nach­fol­ger. Und wenn Robert Lang­don (Tom Hanks) auf den Plan tritt, sind die Kir­chen­obe­ren in Hab-​​Acht-​​Stellung.


7. Mai 2009

Star Trek

Star TrekNach vier Kino­fil­men hat die „Next Generation“-Mannschaft von Cap­tain Jean-​​Luc Picard abge­dankt. James Tibe­rius Kirk über­nimmt — und zwar noch ehe er in Gala­xien vor­dringt, die nie ein Mensch zuvor gese­hen hat. Die betritt nun Regis­seur J.J. Abrams, der im elf­ten Lein­wand­aben­teuer das Pre­quel zur Sixties-​​Space-​​Saga „Raum­schiff Enter­prise“ erzählt.


23. April 2009

Dorfpunks

DorfpunksDer Punk ist noch lange nicht tot in Rocko Scha­mo­nis Kul­tro­man. Auf die­sen Schma­len­s­ted­ter Som­mer ’84 blickt nun Regis­seur Lars Jes­sen zurück. In der nur not­dürf­tig ver­frem­de­ten Auto­bio­gra­fie heißt das sich durch eine unge­liebte Lehre töp­fernde Studio-​​Braun-​​Mitglied Roddy Dan­ger­blood (Cecil von Ren­ner), noch wohn­haft im libe­ra­len Elternhaus.


19. März 2009

Slumdog Millionär

Slumdog MillionärKaum einer unter den gro­ßen Regis­seu­ren ist so viel­sei­tig wie Danny Boyle, der sich zwi­schen Drogen-​​Groteske („Train­spot­ting“), Aussteiger-​​Abenteuer („The Beach“) und Zombie-​​Schocker („28 Days Later“) im Laufe der Jahre durch sämt­li­che Gen­res gefilmt hat, ohne sich fest­zu­le­gen. Mit „Slum­dog Mil­lio­när“ setzt der Brite noch­mals einen drauf.


19. März 2009

Männersache

MännersacheJa, Mario Barth hätte ver­hin­dert wer­den kön­nen. Doch Klaus-​​Jürgen „Kna­cki“ Deu­ser sei Dank hat es ihn via „Night Wash“ über Köln, das Ber­li­ner Olym­pia­sta­dion und die eigene Fern­seh­show bis in die Kino­säle der Repu­blik geschleu­dert. Und wäh­rend ihm die einen auch noch beim Welt­re­kord für den „Live-​​Comedian mit den meis­ten Zuschau­ern“ zur Seite ste­hen, winkt die andere Hälfte der Nation nur noch genervt ab, wenn’s wie­der heißt: „Hör ma, hör ma!“ und „Kennste, kennste?“ Wer ganz oben steht, spal­tet. Und Erfolg gibt Recht.


Sie über­neh­men jeden Fall; neu­er­dings auch, wenn auf der Lein­wand ermit­telt wer­den muss. Erst 2007 wech­selte die mit Hilfe von Suspense-​​Altmeister Alfred Hitch­cock ver­mark­tete Roman– und Hör­spiel­se­rie das Medium. „Die drei ???“ lös­ten unter Regie von „Stu­dent Aca­demy Award“-Gewinner Flo­rian Bax­meyer („Die rote Jacke“) „Das Geheim­nis der Geis­ter­in­sel“. Jetzt machen sich Ers­ter Detek­tiv Jus­tus Jonas (Chan­cellor Mil­ler), Zwei­ter Detek­tiv Peter Shaw (Nick Price) und Bob And­rews (Came­ron Monag­han), zustän­dig für Recher­chen und Archiv, an ihren zwei­ten von geplan­ten drei Kino­fäl­len: „Das ver­fluchte Schloss“.


13. Februar 2009

Freitag, der 13.

Die Zahl 13, das Dut­zend des Teu­fels, hat kei­nen guten Ruf. Und wenn sie auf den Frei­tag trifft gleich gar nicht. Das war schon so, als Sean S. Cun­ningham 1980 sei­nen Kultslas­her gedreht hat. Die mitt­ler­weile zwölfte Fort­set­zung von „Frei­tag, der 13.“ ist aber kein klas­si­sches Remake, son­dern Mar­cus Nis­pels Neu­in­ter­pre­ta­tion auf Hollywood-​​Hochglanz; sonst hät­ten wir ein drit­tes Mal in der längs­ten Hor­ror­reihe der Welt ohne die Haupt­fi­gur aus­kom­men müssen.


Das Leben sollte mit dem Tod begin­nen. Meinte mal Mark Twain. Noch hat „Der selt­same Fall des Ben­ja­min But­ton“ nicht gene­ti­sche Schule gemacht, und darin liegt das Pro­blem: Denn wäh­rend seine große Liebe (Cate Blan­chett) wie alle Men­schen älter wird, läuft die Lebens­uhr bei ihm (Brad Pitt) rückwärts.