Kultur in KarlsruheEben noch in der Web-​​Steinzeit, jetzt schon im App Store. Alles neu machte der Mai 2011: 15 Jahre nach­dem karls​ruhe​.de erst­mals ins Netz ging, spen­dierte die Internet-​​Hauptstadt ihrem Por­tal das über­fäl­lige Face­lif­ting. Jetzt haben Kul­tur­amt, Stadt­mar­ke­ting und Medi­en­büro mit einer auf den gepimp­ten mul­ti­funk­tio­na­len Ver­an­stal­tungs­ka­len­der bau­en­den Kultur-​​Onlinekampagne nach­ge­legt, die zum WWW-​​Kern via Smartphone-​​Applikation „Kul­tur To Go“ bietet.


Das FestRui­nie­ren konnte sich „Das Fest“ noch im Allein­gang. Jetzt soll’s die Poli­tik mal wie­der rich­ten und Karls­ru­hes OB Heinz Fen­rich macht nach der Bank­rott­er­klä­rung des Stadt­ju­gend­aus­schus­ses Hoff­nung, dass die Jubi­lä­ums­auf­lage nicht die letzte gewe­sen ist. Dazu muss sich aber end­lich eini­ges ändern, will man aus dem defi­zi­tä­ren Teu­fels­kreis ausbrechen.


Das FestHerr, die Not ist groß! Die ich rief, die Geis­ter, werd ich nun nicht los. Und weil die zuvor­derst Ver­ant­wort­li­chen beim Karls­ru­her Stadt­ju­gend­aus­schuss mehr Den­ker denn Dich­ter sind, heißt es bei ihnen nach dem „Fest2006 schlicht und nüch­tern: „Der Zenit ist erreicht.“ Walle! Walle! Für viele andere ist er — nicht erst seit die­sem Som­mer — längst über­schrit­ten. Stehe, stehe! Denn wir haben dei­ner Gaben voll­ge­mes­sen! Ach, ich merk es. Wehe, wehe! Hab ich doch das Wort vergessen.


Ex-Steffi Karlsruhe„Wer kämpft kann ver­lie­ren, wer nicht kämpft, hat schon ver­lo­ren.“ Danke Bert für diese nicht nur in lin­ken Krei­sen und seit ges­tern vor­nehm­lich dort wie­der gern stra­pa­zierte Parole. Karls­ruhe hat für Amt­lich­keit gesorgt und die Ver­gan­gen­heits­form ist Gegen­wart für die Stef­fia­ner, wel­che erst viel, viel zu spät die Zei­chen der Zeit erkannt und für ihre Sache wirk­lich zu kämp­fen begon­nen haben.


Christina StürmerInhalt gegen Öffent­lich­keit. So lau­tet der sim­ple Deal im tag­täg­li­chen Rän­ke­spiel zwi­schen Jour­na­lis­mus und PR. Doch bizarr mutet es mit­un­ter an, was sich manch Künst­ler her­aus­nimmt. Oder tref­fen­der gesagt: meint her­aus­neh­men zu kön­nen. Beiße nie die Hand, die dich füt­tert. Was jeder noch so räu­dige Hund instink­tiv ver­in­ner­licht hat, schei­nen immer öfter gerade die­je­ni­gen zu ver­ges­sen, die noch lange nicht genü­gend Fleisch auf den Rip­pen haben. Der Optik unge­ach­tet ist das auch beim Alpen-​​Castingshow-​​Gewächs Chris­tina Stür­mer nicht anders. Kla­rer (Un-)Fall von aku­ter „Star­ma­nia“.