Ruinieren konnte sich „Das Fest“ noch im Alleingang. Jetzt soll’s die Politik mal wieder richten und Karlsruhes OB Heinz Fenrich macht nach der Bankrotterklärung des Stadtjugendausschusses Hoffnung, dass die Jubiläumsauflage nicht die letzte gewesen ist. Dazu muss sich aber endlich einiges ändern, will man aus dem defizitären Teufelskreis ausbrechen.


Herr, die Not ist groß! Die ich rief, die Geister, werd ich nun nicht los. Und weil die zuvorderst Verantwortlichen beim Karlsruher Stadtjugendausschuss mehr Denker denn Dichter sind, heißt es bei ihnen nach dem „Fest2006 schlicht und nüchtern: „Der Zenit ist erreicht.“ Walle! Walle! Für viele andere ist er – nicht erst seit diesem Sommer – längst überschritten. Stehe, stehe! Denn wir haben deiner Gaben vollgemessen! Ach, ich merk es. Wehe, wehe! Hab ich doch das Wort vergessen.


„Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren.“ Danke Bert für diese nicht nur in linken Kreisen und seit gestern vornehmlich dort wieder gern strapazierte Parole. Karlsruhe hat für Amtlichkeit gesorgt und die Vergangenheitsform ist Gegenwart für die Steffianer, welche erst viel, viel zu spät die Zeichen der Zeit erkannt und für ihre Sache wirklich zu kämpfen begonnen haben.


Inhalt gegen Öffentlichkeit. So lautet der simple Deal im tagtäglichen Ränkespiel zwischen Journalismus und PR. Doch bizarr mutet es mitunter an, was sich manch Künstler herausnimmt. Oder treffender gesagt: meint herausnehmen zu können. Beiße nie die Hand, die dich füttert. Was jeder noch so räudige Hund instinktiv verinnerlicht hat, scheinen immer öfter gerade diejenigen zu vergessen, die noch lange nicht genügend Fleisch auf den Rippen haben. Der Optik ungeachtet ist das auch beim Alpen-Castingshow-Gewächs Christina Stürmer nicht anders. Klarer (Un-)Fall von akuter „Starmania“.