Andrea DreifkluftForst — Boden­stän­di­ger wer­den will Strip­pe­rin Andrea Dreik­luft. Ihren Stan­gen ist sie den­noch treu geblie­ben: In Forst bei Bruch­sal hat die 30-​​Jährige das erste Pole-​​Fitness-​​Studio der Region eröff­net. Hier­zu­lande oft noch als rot­licht­be­schie­nene Ero­tik­ver­an­stal­tung abge­tan, ist der Stan­gen­tanz aus­ge­rech­net im prü­den Ame­rika bereits eine aner­kannte Sport­art. Anstatt den Her­ren mit ihren akro­ba­ti­schen Ein­la­gen den Kopf zu ver­dre­hen, wirbt die Blon­dine nun für weib­li­ches Kli­en­tel, das sich vor­be­halt­los an der blit­zen­den Stange als Trai­nings­ge­rät versucht.


SëpingBad Schön­born — Als Sybille Berger-​​Jenisch 1991 nach vier­ein­halb Jah­ren aus China zurück­kommt und ihren Ate­lier­hof grün­det, ist sie nicht mehr die­selbe. Sie heißt jetzt Sëping. Ich denke an die kleine Was­ser­linse — so die sinn­ge­mäße Über­set­zung der Schrift­zei­chen — ist für die Wahl-​​Bad-​​Schönbornerin aller­dings mehr als ein Künstlername.


Astrid BergmannBad Schön­born — Die Beine ange­zo­gen sitzt sie da. Mit blan­kem Busen, die Hände in der Scham ver­sun­ken. Der Blick ver­rät, dass sie Erin­ne­run­gen an ihrem geis­ti­gen Auge vor­über­zie­hen lässt. Nicht anders die Neben­frauen, die ihr wie aus dem Gesicht geschnit­ten sind. An was sie den­ken? Das weiß Astrid Berg­mann am bes­ten. Es sind ihre ero­ti­schen Kreationen.


Anca VulpeKraich­tal — Mit einem Vor­spiel in Wein­gar­ten ist schon man­che Welt­kar­riere gestar­tet. Seit über einem Jahr betreut Anca Vulpe mit ihrem Künst­ler­se­kre­ta­riat Artis Logistics von Men­zin­gen aus die deutsch­land­weit ein­zig­ar­ti­gen „Musik­tage jun­ger Künst­ler“.


Glas-SplitterBruch­sal — Seit sie das erste Mal mit dem zer­brech­li­chen Mate­rial in Berüh­rung kam, ist Jutta Lau­ten­sack vom Werk­stoff Glas fas­zi­niert. 1980 war es, als sie in einem Kurs Glas­schirme für Tif­fany­lam­pen fer­tigte. Sechs Jahre spä­ter hatte sie ihr eige­nes Ate­lier im Bruch­sa­ler Gar­ten­weg eröff­net, aber irgend­wann ver­lor die Arbeit mit den kup­fer­bandum­man­tel­ten und anein­an­der­ge­lö­te­ten Gebil­den ihren Reiz. Einen neuen, der sie bis heute nicht los­lässt, hat Jutta Lau­ten­sack im Fusing gefun­den, seit nun­mehr zehn Jah­ren ihr künst­le­ri­scher und geschäft­li­cher Schwer­punkt im Ate­lier Glas-​​Splitter.


Georg WuchsaBruch­sal — Wenn es irgendwo auf der Welt einen neuen Duft gibt, hat Georg R. Wuchsa auch schon Wind davon bekom­men. Eigent­lich steht die Fami­lie in Bruch­sal als Syn­onym fürs Juwe­lier­ge­schäft; im Stamm­haus in der Bahn­hof­straße seit nun­mehr 60 Jah­ren. Doch hier ergän­zen noch ganz andere Kost­bar­kei­ten das Schmucks­or­ti­ment. Denn Wuchsa hat seine Obses­sion für aus­ge­fal­lene Düfte zur Pro­fes­sion erhoben.


Tho­mas Lich­ten­wal­terKarlsdorf-​​Neuthard — In die­sem Karls­dor­fer Ton­stu­dio lau­fen nicht nur Musik­grö­ßen auf. Zwar drückt Andreas Gör­litz seit sei­ner Rück­kehr zum FC Bay­ern noch Kran­ken­la­ger und Ersatz­bank; hat er aber die Gitarre in der Hand, ist der Mann von der rech­ten Außen­bahn spiel­freu­dig wie zu sei­nen bes­ten KSC-​​Zeiten.


Dennis WardKarlsdorf-​​Neuthard — Sie gel­ten auch 18 Jahre nach „One Size Fits All“ als ein­zige Karls­ru­her Band von inter­na­tio­na­lem For­mat. Nun haben die Hard­ro­cker Pink Cream 69 das neue Jubiläums-​​Live-​​Album und die dar­über hin­aus­ge­hende DVD „Past And Pre­sent“ ver­öf­fent­licht, beide auf­ge­nom­men Anfang des Jah­res beim sel­te­nen Heim­spiel in der Dur­la­cher Fest­halle. Pro­du­ziert wer­den die Ton– und Bild­trä­ger der Pin­kies mitt­ler­weile in Eigen­re­gie: Bas­ser Den­nis Ward hat im hei­mi­schen Karls­dor­fer Kel­ler­stu­dio die Reg­ler in Händen.


TidalwaveKarlsdorf-​​Neuthard — Ein Knei­pen­steh­tisch, der schon so man­ches Glas von unten gese­hen hat, und vier Bar­ho­cker in der Lounge sind alles, was beim Tidal­wave Stu­dio noch davon zeugt, dass Im Och­sen­stall 1a ein­mal die Anschrift einer uri­gen Karls­dor­fer Schänke gewe­sen ist.


16. September 2009

Im Haus des guten Tons

HofaKarlsdorf-​​Neuthard — Wer hier auf­nimmt, wohnt tat­säch­lich im Stu­dio. Aber weit kom­for­ta­bler, als das aus so man­cher Musik­er­le­gende über­lie­fert ist: Gäs­teap­par­te­ments umge­ben von einem üppi­gen Gar­ten, bei Bil­lard und Tisch­ki­cker, Heim­kino und Inter­net­plät­zen, Well­ness­be­reich samt Sauna und Whirl­pool sowie fran­zö­si­schem Koch machen aus einer Zwei-​​Wochen-​​Durchschnittsproduktion bei Hofa in Karls­dorf den ver­spro­che­nen „Bandurlaub“.


Theaterbedarf SchreckBruch­sal — Wenn auf der gro­ßen inter­na­tio­na­len Bühne das hoch­kul­tu­relle Tanz­bein geschwun­gen wird, wiegt nicht sel­ten ein offen­sicht­li­ches Stück Bruch­sal im Takt. Denn von der Bis­marck­straße aus ver­sorgt die Klaus Schreck GmbH in der ach­ten Gene­ra­tion nicht nur Thea­ter, Bal­lett­kom­pa­nien und Musi­cals mit den pas­sen­den Stof­fen und Schnit­ten; selbst Hol­ly­wood kauft in der Barockstadt.